ERGO Verbrauchertipps „Start ins Arbeitsleben – aber sicher!“

Vorsorge & Beruf

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen
Fast 200.000 Deutsche müssen jedes Jahr ihre Arbeit wegen einer Krankheit oder eines Unfalls aufgeben. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zählt daher zu den wichtigsten Versicherungsprodukten überhaupt. Schließlich sichert sie das größte Kapital des Berufseinsteigers ab: Die eigene Arbeitskraft. „Wer sich im Fall der Fälle alleine auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente verlässt, dem droht ein böses Erwachen. Denn der Staat garantiert nur eine Mindestversorgung“, warnen die ERGO Experten. Gerade für Einsteiger lohnt es sich daher, früh eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. „Das hat auch den Vorteil, dass die monatlichen Beiträge bei gleicher Leistung geringer sind. Denn sie verteilen sich über einen längeren Zeitraum als bei jemandem, der etwa erst im Alter von 40 Jahren einen entsprechenden Vertrag abschließt“, so die Vorsorgeexperten. Hinzu kommt: Jüngere Leute sind in der Regel gesund. Später im Leben können beispielsweise Rückenleiden oder chronische Krankheiten den Gesundheitszustand beeinträchtigen – und die Beiträge steigen lassen. Bei schweren Vorerkrankungen kann es sogar vorkommen, dass man überhaupt keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr abschließen kann. Übrigens: Bei der Auswahl des Versicherungstarifs sollten Verbraucher darauf achten, dass ein Verzicht auf „abstrakte Verweisung“ enthalten ist. Dann bekommen Betroffene die Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung, sobald sie in ihrem tatsächlich ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten können – und müssen nicht einer anderen Tätigkeit nachgehen.
Quelle: ERGO Lebensversicherung

So hilft der Chef bei der Vorsorge
Bei der Altersvorsorge sollte niemand ausschließlich auf den Staat setzen. Denn den meisten Arbeitnehmern wird die gesetzliche Rente nicht reichen, um im Alter den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Eine besonders attraktive Möglichkeit, die Rente aufzubessern, ist die betrieblichen Altersversorgung. Zu ihren Pluspunkten gehören die kostengünstige Abwicklung über den Arbeitgeber und eine umfangreiche staatliche Förderung. Grundsätzlich haben Arbeitnehmer bei der betrieblichen Altersversorgung die Möglichkeit, mit einer so genannten Gehaltsumwandlung privat vorzusorgen. „Bis zu einer bestimmten Höhe können Teile des Gehalts steuer- und sozialabgabenfrei in eine betriebliche Altersversorgung fließen“, sagen die ERGO Experten. Weitere Vorteile: Auch das Berufsunfähigkeitsrisiko können Arbeitnehmer in einer betrieblichen Altersversorgung absichern. Und für den Todesfall vor oder nach Rentenbeginn kann für versorgungsberechtigte Hinterbliebene eine Rente vereinbart werden. Anspruch auf betriebliche Altersversorgung hat zumindest jeder in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Angestellte. Der Arbeitgeber darf jedoch bestimmen, welchen der fünf Durchführungswege er anbietet: Zur Wahl stehen die Direktversicherung, Pensions- und Unterstützungskasse sowie Direktzusage und Pensionsfonds. „Viele Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter bei der betrieblichen Altersversorgung mit einem zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag“, wissen die ERGO Experten. Das „Vorsorgen mit dem Chef“ zahlt sich dann noch mehr aus. Und wer früh beginnt, steht später besonders gut da – dem Zinseszinseffekt sei Dank.
Quelle: ERGO Lebensversicherung

Früh vorsorgen – später profitieren
Auch junge Menschen können – und sollten – privat  für das Rentenalter vorsorgen. Doppelte Sicherheit bietet dabei eine Kapitallebensversicherung. Mit ihr sparen Verbraucher zum einen Kapital an, das sie in einer festgelegten Zeitspanne ausbezahlt bekommen. Zum anderen sichern sie beispielsweise ihre junge Familie  finanziell ab. Gerade in jungen Jahren nehmen viele größere Kredite auf, etwa um ein Haus zu bauen oder sich ein größeres Auto zu kaufen. „Stirbt dann der Hauptverdiener, bevor die Summe zurückgezahlt ist, kann das seine Familie in ein finanzielles Fiasko stürzen“, geben die ERGO Experten zu bedenken. „Bei einer Kapitallebensversicherung erhalten die Hinterbliebenen die vorher vereinbarte Summe ausbezahlt, wenn der Versicherte frühzeitig verstirbt. Mit diesem Geld können laufende Kredite und andere finanzielle Verpflichtungen bedient werden.“ Eine Kapitallebensversicherung gilt übrigens als besonders sicheres Altersvorsorgeprodukt: Versicherte profitieren von einer garantierten Verzinsung, hinzu kommen meist noch Überschüsse. Diese stammen überwiegend aus der Kapitalanlage. Die Gewinne reicht der Versicherer zum größten Teil an seine Kunden weiter. Außerdem werden Kapitallebensversicherungen steuerlich gefördert, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre läuft und ab dem 62. Lebensjahr ausbezahlt wird. Dann muss der Versicherte nur die Hälfte der Erträge versteuern. Gerade junge Vorsorger profitieren, wenn sie früh mit dem Sparen beginnen, wie die ERGO Experten wissen: „Über die Jahre wachsen durch Zins und Zinseszins schon geringe monatliche Beiträge zu einer stattlichen Summe an.“
Quelle: ERGO Lebensversicherung

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BGH-Urteil: Vorsicht bei der Werbung für Vorführwägen

Kaufrecht

Eine gesetzliche Regelung schreibt vor, dass beim Verkauf neuer PKW der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen in der Werbung anzugeben sind. Dies gilt nach Mitteilung der D.A.S. gemäß einem Urteil des Bundesgerichtshofes auch für Vorführwagen mit unter 1000 km Laufleistung.
BGH, Az. I ZR 190/10

Hintergrundinformation:
Seit 2004 gibt es die PKW-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (PKW-EnVKV). Diese Regelung schreibt vor, dass bei der Werbung für einen Neuwagen der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen angegeben werden müssen. Dadurch soll der Käufer in die Lage versetzt werden, ein besonders sparsames und umweltfreundliches Fahrzeug zu erwerben. Der Fall: Ein Händler hatte 2009 via Internet ein Fahrzeug zum Verkauf angeboten, welches er als „Vorführfahrzeug“ mit Erstzulassung 2009 und 500 km Laufleistung beschrieb. Die Anzeige enthielt jedoch keine Angaben zum Verbrauch oder zu den CO2-Emissionen des PKW. Ein Wettbewerbsverband sah darin einen Verstoß gegen die PKW-EnVKV und somit auch gegen das Wettbewerbsrecht und forderte die Unterlassung solcher Werbemaßnahmen. Der Händler wandte ein, dass die Regelung nur für Neuwagen gelte – und ein Vorführwagen könne kaum als fabrikneu bezeichnet werden. Das Urteil: Der Bundesgerichtshof gab nach Mitteilung der D.A.S. Rechtsschutzversicherung dem Verband Recht. Die PKW-EnVKV enthalte eine eigene Definition des Neuwagens, die von der sonst üblichen Definition abweiche. Hier gelte ein Auto als Neuwagen, wenn es noch nicht zu einem anderen Zweck als dem des Weiterverkaufs oder der Auslieferung verkauft worden sei. Dabei stelle man auf die Kilometerleistung ab. Biete also ein Händler ein Auto mit einer Kilometerleistung von weniger als 1000 Kilometern zum Verkauf an, müsse davon ausgegangen werden, dass er selbst dieses Auto zum Zweck des Weiterverkaufs erworben habe. Es gelte damit als Neuwagen. Bei Fahrzeugen mit höherer Laufleistung werde davon ausgegangen, dass sie für die Eigennutzung gekauft worden und damit keine Neuwagen mehr seien. Auch ein Vorführwagen mit weniger als 1000 km auf dem Tacho wäre also nach der PKW-EnVKV ein Neuwagen, so dass CO2-Emissionen und Verbrauch in der Werbung angegeben werden müssten.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 21.12.2011, Az. I ZR 190/10

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„Versicherungen für Handwerker: Rechtsschutz“ – Expertengespräch der ERGO Versicherungsgruppe

Handwerksbetriebe arbeiten im Geschäftsalltag mit vielen Parteien zusammen: Lieferanten, Kunden und Behörden. Missverständnisse oder gar Streit sind dabei nicht immer zu vermeiden. Mangelnde Zahlungsmoral von Kunden, Kontrollen des Ordnungsamts oder gar Ermittlungen der Staatsanwaltschaft können zusätzlich zu einer finanziellen und zeitlichen Belastung für den Betrieb werden. Wie man das mit Rechtsstreitigkeiten verbundene Kostenrisiko eingrenzen kann, erläutert Anne Kronzucker, Expertin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Welche Möglichkeiten haben Handwerker bei säumigen Kunden?
Das Eintreiben von Außenständen ist meist teuer und zeitintensiv. Ein professionelles Rechnungsmanagement ist daher Voraussetzung für eine schnelle Begleichung der Fehlbeträge. Deshalb sollten schon bei der Rechnungsstellung einige Regeln beachtet werden: Neben einer Auflistung der Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang und Art der sonstigen Leistung muss eine Rechnung beispielsweise den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag enthalten. Wird eine korrekt gestellte Rechnung trotzdem nicht bezahlt, kann der Unternehmer das so genannte außergerichtliche Mahnverfahren einleiten oder mit dem säumigen Zahler Maßnahmen wie Zahlungsaufschub oder Ratenzahlung vereinbaren. Zahlt der Kunde weiterhin nicht, bleibt oft nur noch der Weg des gerichtlichen Mahnverfahrens (§ 688 ff. ZPO). Am Ende steht der Vollstreckungsbescheid, mit dem der Gläubiger seine Geldforderung vollstrecken kann (§ 794 Abs. 1 Nr. 4 ZPO). Forderungsmanager können für das Unternehmen die professionelle Abwicklung des Inkassoverfahrens übernehmen. Das spart den Unternehmen Kosten und hilft, ihre Liquidität zu sichern. Die Leistungen der Anbieter reichen von der außergerichtlichen Mahnung über die Einleitung und Durchführung des gerichtlichen Mahnverfahrens bis hin zur Übernahme sämtlicher Zwangsvollstreckungsmaßnahmen. Unternehmen, die die D.A.S. Existenz-Rechtsschutz-Versicherung abgeschlossen haben, können im Fall offener Rechnungen das Forderungsmanagement zudem als Versicherungsleistung in Anspruch nehmen.

Welche Konsequenzen drohen, wenn die Staatsanwaltschaft ermittelt?
Bereits eine anonyme Anzeige reicht aus – und plötzlich stehen polizeiliche oder staatsanwaltliche Ermittlungen an. Das strafrechtliche Risiko für Unternehmer und Selbstständige ist enorm. Sie müssen besonders in den Bereichen Umwelt, Produktsicherheit, Betriebsstättenrisiko und Verkehrswirtschaft auf der Hut sein. Auch für das Fehlverhalten der Mitarbeiter können sie unter Umständen belangt werden. Ihnen wird dann die Verletzung von Kontroll-, Aufsichts-, oder Leitungspflichten vorgeworfen. Selbst wenn sich die Vorwürfe später als haltlos erweisen: Die Aufklärung des Sachverhalts ist meist langwierig und beeinträchtigt den täglichen Arbeitsablauf, die finanziellen Belastungen der Verteidigung können existenzbedrohend sein und der Imageschaden lange Zeit nachwirken. Ein Spezial-Straf-Rechtsschutz für Unternehmen versichert die Kosten für die Verteidigung in Ermittlungs-, Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit.

Wo findet man rechtliche Unterstützung bei arbeitsrechtlichen Fragen?
Neben Meinungsverschiedenheiten mit Kunden und Geschäftspartnern kann es auch innerhalb des Betriebs zu Konflikten kommen. Nicht selten wird dann rechtlicher Beistand notwendig. Kommt es etwa mit einem gekündigten Arbeitnehmer zum Streit, leistet eine speziell auf die Bedürfnisse von Gewerbetreibenden abgestimmte Rechtsschutzversicherung wertvolle Dienste: Sie übernimmt die Kosten für Anwalt, Gericht, Zeugen und Sachverständige. Darüber hinaus hilft sie durch eine telefonische Sofort-Beratung bereits im Vorfeld einer rechtlichen Auseinandersetzung. Viele Streitigkeiten lassen sich – mit professioneller Hilfe – auch einvernehmlich klären, ohne dass man gleich vor den Kadi ziehen muss: Gerade bei arbeitsrechtlichen Konflikten kann eine so genannte Mediation für alle Beteiligten Vorteile gegenüber einem langwierigen Gerichtsverfahren bieten. Diese Kosten übernimmt ebenfalls die Rechtsschutzversicherung.

Die ERGO Expertengespräche und viele weitere Verbrauchertexte stehen für Sie unter www.ergo.com/verbraucher bereit.

Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG gibt Niederlassung in Düsseldorf auf

Die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG wird ihre Niederlassung in Düsseldorf zum 30. September 2012 schließen. Die Aufrechterhaltung des Standorts ist wirtschaftlich nicht mehr vertretbar. Die derzeitigen Aufgaben der Niederlassung, die im Wesentlichen die Betreuung von Endkunden umfassen, sollen künftig vom Hamburger Kompetenz-Center für die Lebensversicherung übernommen werden. Für die 51 Mitarbeiter der Niederlassung wurde mit der Arbeitnehmervertretung bereits ein Sozialplan vereinbart. Zusätzlich soll ein Interessenausgleich geschlossen werden.

Die Schließung der Niederlassung hat keinen Einfluss auf die Produktlandschaft. In der Lebensversicherung werden die Produktentwicklung, Prozesse, Systeme und alle Serviceleistungen für sämtliche Vertriebswege, darunter auch die Produktmarke MONEYMAXX für den Maklerkanal, bei Deutscher Ring Leben in Hamburg weiter fortgeführt.

Über die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG

Die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG, mit Hauptsitz in Hamburg, hat ihren Ursprung im Jahr 1913. Sie erzielte 2010 gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 615 Millionen Euro. Ende 2011 wurde das Unternehmen von der unabhängigen Rating-Agentur Assekurata erneut mit einem A (gut) ausgezeichnet.
Als Unternehmen der Basler Gruppe Deutschland positioniert sich die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG als Versicherer mit intelligenter Prävention, der „Sicherheitswelt“. Die Basler Gruppe Deutschland ist Teil der Baloise Group mit Sitz in Basel (Schweiz) und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter. Zu ihren Vertriebskanälen zählen sowohl rund 750 eigene Vertriebspartner als auch Makler, Maklerverbünde und Finanzvertriebe. Das konsolidierte Prämienvolumen der Unternehmensgruppe belief sich im Jahr 2010 auf 1,4 Mrd. Euro.

Nach Silikon-Skandal: Kasse fordert Entschädigungsfonds

KKH-Allianz spricht sich dafür aus, Opfern von Medizin-Fehlern schnell zu helfen

Die KKH-Allianz will Opfern von Medizin-Fehlern zukünftig besser helfen. „Wem beispielsweise durch Ärztepfusch, mangelhafte Prothesen oder giftige Implantate Schaden an seiner Gesundheit droht, der braucht schnelle und unbürokratische Hilfe“, sagt Vorstandschef Ingo Kailuweit. „Sinnvoll ist für derartige Fälle die Einrichtung eines Entschädigungsfonds, damit Patienten nicht auf den Folgekosten von Ärzte- und Herstellerfehlern sitzen bleiben.“
Ein entsprechender Fonds ist nach Vorstellung der KKH-Allianz in der Lage, das Risiko eines jahrelangen juristischen Tauziehens um die Haftung und den Schadensersatz von den betroffenen Patienten fernzuhalten. „Die Finanzierung eines Entschädigungsfonds ist über die Leistungserbringer und die Krankenkassen denkbar“, so Kailuweit. Aus dem Fonds würden notwendige Behandlungskosten bezahlt, die nach endgültiger Klärung der Haftung vom Schadensverursacher an den Fonds zurückgezahlt werden müssten.
Die KKH-Allianz setzt sich bereits seit Jahren für bessere Patientenrechte und mehr Patientensicherheit ein. Unter anderem hat die Krankenkasse das Projekt „Sicherer OP-Saal“ ins Leben gerufen, das mithilfe von Erkenntnissen aus der Luftfahrt die Sicherheitskultur in Krankenhäusern verbessern soll. In Deutschland sterben jedes Jahr schätzungsweise 17.000 Patienten aufgrund einer falschen Behandlung im Krankenhaus – dreimal mehr als im Straßenverkehr.
Die KKH-Allianz ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,8 Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Über 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt knapp fünf Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

ERGO Verbraucherinformation „Expertensache!“

Pflege beginnt vor dem Pflegefall

Nach dem Aufstehen erst einmal waschen und Zähne putzen, dann zum Einkaufen in den Supermarkt und schließlich den Haushalt erledigen – für viele ein ganz normaler Tag mit alltäglichen Aufgaben. Doch über 2,3 Millionen Deutsche können all das nicht ohne fremde Hilfe erledigen: Sie sind pflegebedürftig und werden zu Hause von Angehörigen und Pflegediensten oder in Pflegeeinrichtungen betreut. Und die Zahl der Pflegebedürftigen steigt: 2020 werden bereits 2,9 Millionen Betroffene erwartet, 2030 rechnen Experten sogar schon mit 3,4 Millionen. Doch wie sorgt man richtig vor – und was ist zu tun, wenn der Pflegefall dann tatsächlich eintritt? Komplizierte Fragen, die am besten von ausgewiesenen Experten beantwortet werden sollten, weiß Peter Pitz, Direktor der Organisation für Verbandsgruppenversicherungen (OVG) der ERGO Versicherungsgruppe.

Der Staat teilt Pflegebedürftige in so genannte Pflegestufen ein. Je hilfsbedürftiger Betroffene sind, desto mehr Geld- und Sachleistungen erhalten sie von der gesetzlichen Pflegeversicherung. Außerdem spielt bei der Berechnung der staatlichen Leistungen eine Rolle, ob Angehörige oder Bekannte ambulant pflegen, ein professioneller Pflegedienst dies übernimmt oder der Betroffene stationär in einem Pflegeheim betreut wird.

Oft nicht mehr als „satt und sauber“
Die gesetzlichen Leistungen reichen im Fall der Fälle jedoch selten aus, um die tatsächlichen Kosten zu decken. Kritiker sprechen daher von der staatlichen „Satt-und-sauber-Pflege“. „Ein Platz im Pflegeheim kann leicht über 3.000 Euro im Monat kosten. Für diesen Zeitraum erhalten selbst Schwerstbedürftige vom Staat weniger als 2.000 Euro“, so ERGO Experte Peter Pitz. Die so entstehende „Risikolücke“ lässt sich mit privaten Pflegezusatzversicherungen schließen, beispielsweise der Pflegerente der ERGO Lebensversicherung.

Ein Buch mit sieben Siegeln
Doch Pflegebedürftigkeit ist vor allem eines: Ein komplexes und schwer überschaubares Thema. Betroffene und deren Angehörige sehen sich einer Vielzahl von bedeutsamen Fragen ausgesetzt, weiß Peter Pitz: „Welche Kriterien spielen bei der Feststellung der Pflegestufe eine Rolle? Was leistet der Staat im Pflegefall? Wofür darf das Geld verwendet werden? Wer soll pflegen?“ Fragen, die oft nur ein Experte beantworten kann; und die auch schon eine Rolle spielen, bevor der Pflegefall eintritt: Etwa wenn es darum geht, in welcher Höhe man eine private Zusatzversicherung abschließen sollte.

Zertifiziertes Expertenwissen in Sachen „Pflege“
Um für den Fall der Fälle effektiv vorsorgen zu können, sollten sich Verbraucher frühzeitig vom Fachmann beraten lassen. Aus diesem Grund haben OVG und der TÜV Nord die Zertifizierung „Experte in der sozialen Pflegeversicherung“ entwickelt: Versicherungsmitarbeiter werden in Pflegefragen gezielt ausgebildet und qualifizieren sich als Experten. Sie wissen nicht nur alles über die soziale Pflegeversicherung, sie beschäftigen sich darüber hinaus auch mit Themen wie modernen Pflegekonzepten, alternativen Wohnformen für Bedürftige, Präventionsmaßnahmen oder rechtlichen Dingen wie Vorsorgeverfügungen. „Nach ihrer Ausbildung können sie in allen Fragen beraten, die im weitesten Sinne mit Pflege und Pflegebedürftigkeit zu tun haben. Tritt der Pflegefall ein, können sie Betroffene und Angehörige darüber hinaus kompetent und tatkräftig unterstützen“, so Versicherungsexperte Peter Pitz. „Versicherte erhalten somit umfassende Pflegekompetenz aus einer Hand: Von der Auswahl des passenden privaten Zusatztarifes bis zur konkreten Hilfe bei Pflegebedürftigkeit.“

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KKH-Allianz verzeichnet sehr positive Finanzentwicklung

Finanzplus von 116 Millionen Euro nach dem dritten Quartal

Die KKH-Allianz hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen Finanzüberschuss von 116 Millionen Euro erzielt. „Damit ist die Wahrscheinlichkeit weiter gestiegen, dass wir 2012 keinen Zusatzbeitrag benötigen“, sagte Vorstandschef Ingo Kailuweit.
Für dieses positive Ergebnis machte Kailuweit insbesondere Einsparungen im Arzneimittelbereich, u. a. dank neuer Rabattverträge, und verstärkte Anstrengungen der Kasse, Kosten zu sparen, verantwortlich. Hinzu komme die verbesserte Einnahmesituation angesichts der von der Bundesregierung verordneten Anhebung der Beitragssätze zu Jahresbeginn auf 15,5 Prozent.
In Kürze wird das Bundesversicherungsamt allen Kassen mitteilen, mit welchen Finanzmitteln sie im kommenden Jahr aus dem Gesundheitsfonds rechnen können. „Auf dieser Basis werden wir dann den Haushalt für das kommende Jahr aufstellen und somit bereits Ende November Gewissheit haben, ab wann die KKH-Allianz auf den bisherigen Zusatzbeitrag von acht Euro monatlich verzichten kann“, so Kailuweit.
Die KKH-Allianz ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,8 Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Über 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt knapp fünf Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

Nordbayerischer Versicherungstag: Frauen im Fokus der Assekuranz

Frauen im Fokus der Assekuranz

Beim Nordbayerischen Versicherungstag in Coburg, der am 10. November 2011 vom Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft Nordbayern-Thüringen und Forum V ausgerichtet wurde, standen Frauen im Fokus der Assekuranz. Im Durchschnitt sind Frauen in Deutschland heute sehr gut ausgebildet, ehrgeizig und zielstrebig. Trotzdem sind sie in Chefetagen noch unterrepräsentiert und verdienen in gleichwertigen Positionen häufig deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten über den Erfolgsfaktor Frauen in Führungspositionen, aber auch über spezielle Erfordernisse an die Produktentwicklung der Assekuranz.

Bereits seit über 20 Jahren betreibt die Wirtschaftsprofessorin und Buchautorin Prof. Dr. Sonja Bischoff Führungskräfteforschung. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen stieg in dieser Zeit kontinuierlich von vier auf etwa 20 bis 30 Prozent an, je nachdem welche Quelle verwendet wird. Wie viele Frauen es in Zukunft sein werden, hängt von den Studienentscheidungen junger Frauen ab, erklärt Bischoff. Rund 80 Prozent der Führungsnachwuchspositionen werden künftig mit Absolventen der Wirtschafts-, Natur- und Ingenieurwissenschaften besetzt werden. In diesen Studiengängen liegt der Frauenanteil allerdings nur bei rund einem Drittel. Frauen, die Karriere machen wollen, sollten unbedingt nachfragekongruent studieren, empfiehlt Bischoff. Wichtiger, als auf eine pure Erhöhung des Frauenanteils zu drängen, sei es, sich auf die Beseitigung des Einkommensnachteils zwischen Männern und Frauen in vergleichbaren Positionen zu konzentrieren. Denn mit steigendem Einkommen steigt – genau wie bei Männern – auch der Anteil aufstiegswilliger Frauen, so Bischoff. In ihrem Vortrag „Wer führt in (die) Zukunft“ rief sie Frauen zu mehr Mut und Unternehmen zu einer konsequent leistungsorientierten Unternehmenskultur auf, in der sich Verhalten und Gratifikation der angestellten Führungskraft am Modell des Unternehmers orientieren. Erfolgreiche  Unternehmerinnen geben hier ein gutes Vorbild ab. Dank ihrer höheren Dispositionsfreiheit bei Arbeitszeit und Arbeitsort haben sie häufig deutlich mehr Kinder – und das bei längeren Wochenarbeitszeiten. „Nicht Teilzeit, sondern Vollzeit mit unternehmerischer Handlungsfreiheit und Verantwortung ist das Erfolgsrezept für Frauen und Unternehmen in der Zukunft“, so Bischoff.

Familienfreundliche Regelungen bei der BaFin
Eine zentrale Rolle bei der Vereinbarkeit von Beruf, Karriere und Familie kommt den Arbeitgebern zu. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat sich hier als
besonders familienfreundlich positioniert. BaFin-Exekutivdirektorin Gabriele Hahn zeigte in ihrem Vortrag auf, welche Maßnahmen bei der Aufsichtsbehörde für rund 2.000 Beschäftigte getroffen wurden. So gibt es beispielsweise gleitende Arbeitszeiten mit familienfreundlichen Kern- und Rahmenarbeitszeiten, individuelle Teilzeitregelungen und Telearbeitsplätze. Aber auch eine eigene Kindertagesstätte sowie ein Stillzimmer und ein Eltern-Kind-Arbeitszimmer mit Spielecke, um kurzfristige Engpässe bei der Kinderbetreuung überbrücken zu können, sind vorhanden. Ziel der Maßnahmen ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle beschäftigten Frauen und Männer zu verbessern. Aber auch eine paritätische Verteilung von Männern und Frauen zu erreichen, vor allem in den Bereichen, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Hierzu wurde von der BaFin ein eigener Gleichstellungsplan aufgestellt.

Berufsbegleitende Qualifizierung trotz Familienplanung
Die Entwicklung zur Wissensgesellschaft und der demographische Wandel stellen Unternehmen vor große Herausforderungen, erklärt Prof. Dr. Petra Gruner von der Hochschule Coburg. Die Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigen permanent, jedoch geht die Zahl der Arbeitskräfte kontinuierlich zurück. Gleichzeitig kommen immer weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. Das wesentliche Potenzial stellen daher die bereits beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dar. „Die Versicherungswirtschaft hat hier eine Vorreiterrolle eingenommen, auch in Hinsicht auf die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium“, sagt Gruner. Seit 2009 kann beispielsweise eine berufsbegleitend erworbene Qualifikation, wie der Versicherungsfachwirt, unabhängig vom Schulabschluss die Hochschulzugangsberechtigung ermöglichen. Zudem werden seit 2011 berufsbegleitende Bachelor-Programme, wie der Bachelor-Studiengang Versicherungswirtschaft (B.A.) an der Hochschule Coburg, angeboten. Das zeitliche Format – die Veranstaltungen finden freitags von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr und samstags von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr statt – erlaubt es, Beruf und Studium miteinander zu vereinbaren. Aus einer „entweder/oder-Entscheidung“ ist damit ein entschiedenes „sowohl als auch“ geworden, erklärt Gruner. Die berufsbegleitenden Programme bieten speziell für Frauen eine Chance zur Weiterqualifizierung und zum Wiedereinstieg in das Berufsleben während oder nach einer Familienpause.

Die Quote wird kommen – nicht lamentieren, sondern Chancen nutzen
Frauen müssen heute nicht mehr um ihre gesetzliche Gleichstellung kämpfen, wie dies über 200 Jahre lang der Fall war. Im Gegenteil: Heute wird in Brüssel und Berlin darüber diskutiert, wie der gesetzliche Gleichstellungsanspruch auch faktisch erreicht wird, zur Not mit Hilfe gesetzlicher Regelungen. Die Zeichen stehen also gut für Frauen mit Potenzial. Doch nicht nur in der Versicherungswirtschaft, sondern in allen Branchen in Deutschland sind Frauen in Führungspositionen weiterhin rar. Im Forum „Frauen in Führungspositionen“ beleuchtete Moderatorin Dr. Katharina Höhn, Hauptgeschäftsführerin des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV), die Ursachen und zeigte den Teilnehmerinnen Wege auf, wie sie ihre Potentiale nutzen können. Gleichzeitig wurden auch die männlichen Teilnehmer ermutigt, ihre Chancen zu sehen, wenn Frauen sich auf den Weg in Führungspositionen aufmachen.

Frauen brauchen mehr Sicherheit als früher
Neben Karrierethemen ging es beim Nordbayerischen Versicherungstag aber auch um spezielle Vorsorgelösungen für eine attraktive Kundengruppe. „Frauen brauchen mehr Sicherheit als früher – denn das traditionelle Rollenverständnis hat längst ausgedient, erklärt Peter M. Endres, Vorstandsvorsitzender der ERGO Direkt Versicherungen. Frauen sind heute selbstbewusst, unabhängig, gut ausgebildet und berufstätig. Die emanzipierte und selbstständige Frau nimmt ihre finanzielle Vorsorge selbst in die Hand. So stieg beispielsweise die Erwerbsquote in den vergangenen 10 Jahren um 3,3 Prozent. Auch innerhalb der Familie werden Kaufentscheidungen in Deutschlands Haushalten mittlerweile bereits zu 80 Prozent von Frauen getroffen.

Mit speziellen Zielgruppenlösungen punkten
Das Kaufverhalten von Frauen ist allerdings anders als das von Männern. Frauen informieren sich mehrmals, wägen ab und fragen nach Hilfe und Empfehlungen bei ihren Freunden. „Ihre Auswahl erfolgt also erst, wenn vermeintliches Unwissen und Unsicherheit über das Produkt beseitigt sind. Daran sollte sich die Kommunikation ausrichten – und selbstverständlich müssen auch die Produkte auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen eingehen“, so Endres. Es gilt, Produktvariationen bzw. -erweiterungen und -entwicklungen speziell für Frauen zu schaffen. Eine solche Produktvariation wäre etwa, einen Zahntarif um die Leistungskomponente „Bleaching“ zu erweitern. Ein neues frauenspezifisches Produkt könnte auch eine Gebärmutterkrebsvorsorge sein, erklärte Endres.

Hintergrundinformation im Internet
Der Nordbayerische Versicherungstag wurde vom Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft Nordbayern-Thüringen in Kooperation mit Forum V ausgerichtet. Forum V, das nordbayerische Institut für Versicherungswissenschaft und -wirtschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, ist ein Zusammenschluss von nordbayerischen Hochschulen, Verbänden und den vier ansässigen Versicherungsunternehmen ERGO Direkt Versicherungen, HUK-COBURG Versicherungsgruppe, NÜRNBERGER Versicherungsgruppe und uniVersa Versicherungen. Der Verein unterstützt die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxis und Politik auf dem Gebiet des Versicherungswesens. Die beiden Veranstalter haben zum Nordbayerischen Versicherungstag im Internet unter www.versicherungstag.de eine spezielle Website geschalten, über die Interessierte weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Vorträgen finden.

KKH-Allianz: Ausgaben für Hilfsmittel steigen

Verdoppelung bei Inhalations- und Sauerstoffgeräten

Im Bereich Hilfsmittel sind die Ausgaben für Inhalations- und Atemtherapiegeräte in den vergangenen fünf Jahren um fast 50 Prozent gestiegen. Das ergab eine aktuelle Auswertung von Versichertendaten der KKH-Allianz. Diese Geräte werden beispielsweise bei bronchialen Erkrankungen, zur Beatmung oder auch beim Schlafapnoesyndrom verordnet. Damit stehen sie in der Liste der zehn Hilfsmittel, die die höchsten Kosten verursachen, auf Platz 3. Platz 1 nehmen Inkontinenzhilfen ein, Platz 2 Applikationshilfen wie Spritzen und Insulinpumpen für Diabetiker.
Einzig rückläufig unter den Top Ten der Hilfsmittel: die Aufwendungen für Schuhe. Diese gingen im Vergleich zu 2005 um ein Fünftel zurück. Nahezu konstant sind dagegen die Ausgaben für Hörhilfen. Insgesamt beliefen sich die Kosten für Hilfsmittel bei der KKH-Allianz im vorigen Jahr auf rund 130 Millionen Euro, neun Prozent mehr als 2005. Gründe für den Kostenanstieg liegen zum einen in der demografischen Entwicklung und dem damit verbundenen steigenden Hilfsmittelbedarf mit zunehmendem Alter, zum anderen im Fortschritt der Technik, der mit einer Verteuerung der Produkte einhergeht.
Ein Blick auf die Top 10-Liste nach Geschlecht zeigt: Während bei Männern die Inhalations- und Atemtherapiegeräte für die höchsten Ausgaben im Bereich Hilfsmittel sorgen, sind es bei Frauen Inkontinenzhilfen. Diese Hilfsmittel liegen bei Männern an Position 3, was zeigt: Beide Geschlechter leiden unter Harn- und Stuhlinkontinenz. Allerdings belaufen sich die Ausgaben der KKH-Allianz dafür bei Frauen fast auf das Doppelte (in 2010 rund 8,9 Mill. Euro bei Frauen, rund 4,6 Mill. Euro bei Männern).
Den höchsten Zuwachs unter den zehn kostenintensivsten Hilfsmitteln seit 2005 verzeichnen bei beiden Geschlechtern Einlagen (plus 42,8 %). Dabei ist das Tragen von Einlagen keine Frage des Alters. Schon bei Kindern bis 14 Jahren ist die Tendenz steigend.
Die Kosten für Hilfsmittel liegen bei der KKH-Allianz gemeinsam mit Heilmitteln an Position 5 der Leistungsausgaben, nach denen für Krankenhausbehandlungen, Arzneimittel, ärztliche Behandlungen und sonstige Leistungen, darunter Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen, Haushaltshilfen oder auch Leistungen im Ausland.
Die zehn kostenintensivsten Hilfsmittel – Top Ten:
1. Inkontinenzhilfen
2. Applikationshilfen (z. B. Spritzen, Insulinpumpen, Ernährungspumpen)
3. Inhalations- und Atemtherapiegeräte
4. Bandagen
5. Einlagen
6. Hilfsmittel zur Kompressionstherapie
7. Hörhilfen
8. Orthesen
9. Schuhe
10. Stomaartikel (z.B. künstlicher Darmausgang)
Die KKH-Allianz ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,8 Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Über 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt knapp fünf Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

ERGO Verbrauchertipps „Kleines Reisegepäck ABC“

Reise & Freizeit

Augen auf bei der Gepäckwahl
Bei der Buchung bei einer der so genannten „Billig-Fluglinien“ kann es sich lohnen, einen genauen Blick in das Kleingedruckte zu werfen. Denn am Check-in-Schalter wartet ansonsten nicht selten eine böse Überraschung auf unvorbereitete Reisende: „Gerade bei sehr günstigen Anbietern sollte man nicht davon ausgehen, dass ein Koffer mit bis zu 20 Kilogramm umsonst mitgenommen werden kann. Auch wenn das bei ,normalen‘ Fluglinien meist Standard ist“, mahnen die Experten der ERV Europäische Reiseversicherung. Stattdessen kassiert so mancher Low-Cost-Flieger für den Transport des Gepäcks ab dem ersten Kilo Gebühren. Einheitliche Bestimmungen gibt es nicht: Wo Freigepäckgrenzen und Kosten liegen, ist von Fluglinie zu Fluglinie unterschiedlich. Für einen 20 Kilogramm schweren Koffer werden am Schalter so schon einmal bis zu 30 Euro fällig. „Wer nur mit Handgepäck verreist, spart sich diese Kosten auf jeden Fall“, sagen die Reiseexperten der ERV. „Das sollte man sich gerade bei Kurztrips überlegen.“ Allerdings ist es auch hierbei sinnvoll, sich zu informieren: Denn auch die Höchstgrenzen fürs Handgepäck sind nicht bei jeder Airline gleich. Während es bei dem einen Anbieter keine Beschränkung gibt, ist bei dem anderen bereits bei fünf Kilo Schluss. Die maximalen Maße liegen in der Regel bei knapp 20 mal 44 mal 55 Zentimetern.
Quelle: ERV Europäische Reiseversicherung

Komplizierte Bestimmungen für das Handgepäck
Wer sich vor dem Abflug noch einmal genau über die aktuellen Reise- und Gepäckvorschriften an seinem Abflughafen informiert, kann sich so manch bittere Erfahrung am Check-in oder bei der Gepäckkontrolle ersparen. „Grundsätzlich dürfen Passagiere auf Flügen, die in der EU starten, nur Fläschchen mit höchstens 100 Millilitern Flüssigkeit im Handgepäck mitführen“, erklären die ERV Experten. „Das Gleiche gilt für Gels, Cremes und Zahnpasta.“ Zudem müssen alle Behälter zusammen in einem wiederverschließbaren Plastikbeutel verstaut werden, der höchstens einen Liter fassen darf. Dazu eignen sich Zip-Gefrierbeutel aus dem Supermarkt. Ausnahmen gelten für Babynahrung und Medikamente. „Es gibt allerdings Bestrebungen, diese Regelung eventuell wieder aufzuheben – wahrscheinlich allerdings nicht vor 2013“, wissen die Reiseexperten. Dass keine Gewehre oder andere Waffen ins Handgepäck gehören, dürfte selbstverständlich sein. Das Verbot erstreckt sich allerdings auch auf Spielzeug, das mit echten Waffen verwechselt werden kann. „Auch spitze oder scharfe Gegenstände kommen prinzipiell nicht durch die Kontrolle“, so die ERV Experten. „Messer, Scheren und Rasierklingen gehören also keinesfalls ins Handgepäck.“ Werkzeuge wie Brecheisen oder Bohrmaschinen sowie Baseballschläger sind ebenfalls nicht zugelassen. Wenn solche Dinge mit auf Reisen sollen, müssen sie im Koffer aufgegeben werden. Ausgeschlossen ist natürlich auch die Mitnahme von gefährlichen Substanzen wie Sprengstoff sowie Granaten oder Munition.
Quelle: ERV Europäische Reiseversicherung

Wenn der Koffer verschwindet
Wenn der Koffer beim Check-in über das Rollband davongleitet, drängt sich vielen Reisenden eine bange Frage auf: Was, wenn mein Gepäck unterwegs verloren geht? Denn das vergebliche Warten am Förderband des Zielflughafens kann einem den ganzen Urlaub vermiesen. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering: Weltweit gingen im vergangenen Jahr auf Flughäfen über 29 Millionen Gepäckstücke vorübergehend oder dauerhaft verloren. „Aus diesem Grund sollte man nicht auf eine Reisegepäckversicherung verzichten“, meinen die Experten der ERV. „Vor dem Ärger und dem Frust kann einen die Versicherung zwar auch nicht bewahren, aber wenigstens ist der finanzielle Schaden eingedämmt.“ Denn obwohl die Fluggesellschaften nach dem Montrealer Abkommen von 1999 dazu verpflichtet sind, für verlorenes oder beschädigtes Gepäck zu haften, ist der Schutz begrenzt: aktuell bis zu einer Obergrenze von knapp 1.100 Euro. Gut zu wissen: Die Reisegepäckversicherung greift auch bei verspätetem Gepäck: Ersatzkäufe werden bis zu 250 Euro erstattet, wenn das Gepäck nicht am selben Tag am Urlaubsort ankommt. So kann man die erste Zeit im Hotel überbrücken, bis der eigene Koffer nachgeliefert wird.
Quelle: ERV Europäische Reiseversicherung

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