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Rückenschmerzen – aber kein Befund? Was tun, wenn die Seele den Körper krank macht

Die Angst schlägt mir auf den Magen, die Wut schnürt mir die Kehle zu – was der Volksmund schon immer auf den Punkt gebracht hat, belegen mittlerweile auch medizinische Studien: Seelische Belastungen und körperliche Beschwerden stehen in einem engen Zusammenhang. Woran sich erkennen lässt, ob eine bestimmte Krankheit Ausdruck eines tiefer liegenden, psychischen Problems ist, erklärt der Psychologe und psycheplus-Experte Benjamin Martens. Und gibt Tipps, wie Betroffene beides in den Griff bekommen können.

Ein komplexes Wechselspiel zwischen Körper und Seele
Die Seele sucht sich unterschiedliche Wege, um auf Probleme aufmerksam zu machen. Magenschmerzen können ein Anzeichen dafür sein, aber auch ein Rückenleiden, Hautausschlag, hoher Blutdruck, Migräne, Asthma und sogar Herzbeschwerden. Im Grunde kann hinter nahezu jedem Symptom eine psychische Ursache stecken. „Körper und Seele sind eine Einheit“, betont der psycheplus-Experte Benjamin Martens. „Das Eine hat immer auch direkten Einfluss auf das Andere.“ Dieses Wechselspiel ist komplex und vielschichtig: Bei psychosomatischen Beschwerden lösen seelische Probleme körperliche Symptome aus, die eindeutig nachgewiesen werden können. Findet der Arzt aber keine körperlichen Anzeichen, spricht man von einer somatoformen Erkrankung. Patienten, deren Leben von der unbegründeten Angst vor Krankheiten bestimmt ist, leiden dagegen unter einer hypochondrischen Störung. Doch Hypochonder sind keine Simulanten, betont der Psychologe: „Die Beschwerden müssen in jedem Fall ernst genommen werden. Denn der Übergang zwischen Medizin und Psychologie ist fließend: Auch kleine Wehwehchen können große Sorgen auslösen, die das Leiden weiter verstärken.“

Der Druck der Leistungsgesellschaft macht vielen zu schaffen
Die Anforderungen in der Berufswelt und im Alltag nehmen zu, der Druck der Leistungsgesellschaft macht immer mehr Menschen schwer zu schaffen. „Ständiger Stress kann zu Burnout, Depressionen und Angststörungen führen, die sich dann wiederum als Kopfschmerzen, Rückenverspannungen oder Herzrasen bemerkbar machen“, weiß Benjamin Martens. Damit geraten die Betroffenen leicht in einen Teufelskreis: Sie laufen von Arzt zu Arzt, die psychischen Ursachen werden nicht erkannt und die Beschwerden halten an. Das geschieht häufiger, als viele vermuten: Jeder dritte Bundesbürger leidet mindestens einmal im Leben an einer psychisch bedingten Erkrankung – Tendenz steigend. Persönliche Krisen, innere Konflikte oder unbewältigte Traumata kommen oft noch hinzu. „Der erste Weg bei körperlichen Beschwerden sollte natürlich zum Hausarzt führen. Er muss mit einer gründlichen Untersuchung abklären, ob körperliche Ursachen hinter den Schmerzen stecken“, so der psycheplus Experte. „Kann der Arzt aber keine Erkrankung feststellen, liegt die Vermutung nahe, dass der Patient in einer psychischen Belastungssituation steckt, aus der er sich nicht alleine lösen kann.“ Ein umfassender wissenschaftlicher Test wie der anonyme psycheplus Premiumtest kann hier erste Anhaltspunkte liefern. Für eine Diagnose muss jedoch ein qualifizierter Psychotherapeut zu Rate gezogen werden.

Schon in wenigen Sitzungen lassen sich Erfolge erzielen
Weitere Hinweise für einen psychischen Hintergrund können stark schwankende Beschwerden, ein sehr langsames Voranschreiten der Krankheit und allgemeine Symptome wie Müdigkeit und Reizbarkeit sein. „Wichtig ist, dass man sich rechtzeitig an einen Experten wendet – bevor stressbedingte Bauchschmerzen etwa zum Magengeschwür werden“, erklärt Benjamin Martens von psycheplus. Der Gang zum Therapeuten sollte dabei nicht als Anzeichen von Schwäche betrachtet werden: Betroffen sind in aller Regel keine emotional labilen „Jammerlappen“, sondern vor allem besonders motivierte Menschen mit hoher Einsatzbereitschaft. Auch aus dem Grund lassen sich oft schon nach wenigen Sitzungen gute Erfolge erzielen. Der Therapeut kann den Betroffenen zeigen, wie sie mit den Symptomen umgehen und sich wirkungsvolle Entspannung verschaffen können. „Bei Rückenschmerzen reagieren beispielsweise viele Betroffene instinktiv falsch, indem sie aus Angst vor noch stärkeren Beschwerden bestimmte Haltungen oder Bewegungen vermeiden“, sagt der Psychologe. „Ein solches Schonverhalten ist jedoch kontraproduktiv.“ Tatsächlich hilft meist auch leichter Sport, die Beschwerden zu lindern oder ihnen vorzubeugen. Wer einen stressigen Beruf hat, sollte sich unbedingt Ruhephasen gönnen, so der psycheplus Experte: „Denn ein ausgeglichenes, zufriedenes Leben ist der beste Schutz vor einer psychisch bedingten Erkrankung.“ Weitere Informationen unter www.psycheplus.de

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