KKH-Allianz: Ausgaben für Hilfsmittel steigen

Verdoppelung bei Inhalations- und Sauerstoffgeräten

Im Bereich Hilfsmittel sind die Ausgaben für Inhalations- und Atemtherapiegeräte in den vergangenen fünf Jahren um fast 50 Prozent gestiegen. Das ergab eine aktuelle Auswertung von Versichertendaten der KKH-Allianz. Diese Geräte werden beispielsweise bei bronchialen Erkrankungen, zur Beatmung oder auch beim Schlafapnoesyndrom verordnet. Damit stehen sie in der Liste der zehn Hilfsmittel, die die höchsten Kosten verursachen, auf Platz 3. Platz 1 nehmen Inkontinenzhilfen ein, Platz 2 Applikationshilfen wie Spritzen und Insulinpumpen für Diabetiker.
Einzig rückläufig unter den Top Ten der Hilfsmittel: die Aufwendungen für Schuhe. Diese gingen im Vergleich zu 2005 um ein Fünftel zurück. Nahezu konstant sind dagegen die Ausgaben für Hörhilfen. Insgesamt beliefen sich die Kosten für Hilfsmittel bei der KKH-Allianz im vorigen Jahr auf rund 130 Millionen Euro, neun Prozent mehr als 2005. Gründe für den Kostenanstieg liegen zum einen in der demografischen Entwicklung und dem damit verbundenen steigenden Hilfsmittelbedarf mit zunehmendem Alter, zum anderen im Fortschritt der Technik, der mit einer Verteuerung der Produkte einhergeht.
Ein Blick auf die Top 10-Liste nach Geschlecht zeigt: Während bei Männern die Inhalations- und Atemtherapiegeräte für die höchsten Ausgaben im Bereich Hilfsmittel sorgen, sind es bei Frauen Inkontinenzhilfen. Diese Hilfsmittel liegen bei Männern an Position 3, was zeigt: Beide Geschlechter leiden unter Harn- und Stuhlinkontinenz. Allerdings belaufen sich die Ausgaben der KKH-Allianz dafür bei Frauen fast auf das Doppelte (in 2010 rund 8,9 Mill. Euro bei Frauen, rund 4,6 Mill. Euro bei Männern).
Den höchsten Zuwachs unter den zehn kostenintensivsten Hilfsmitteln seit 2005 verzeichnen bei beiden Geschlechtern Einlagen (plus 42,8 %). Dabei ist das Tragen von Einlagen keine Frage des Alters. Schon bei Kindern bis 14 Jahren ist die Tendenz steigend.
Die Kosten für Hilfsmittel liegen bei der KKH-Allianz gemeinsam mit Heilmitteln an Position 5 der Leistungsausgaben, nach denen für Krankenhausbehandlungen, Arzneimittel, ärztliche Behandlungen und sonstige Leistungen, darunter Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen, Haushaltshilfen oder auch Leistungen im Ausland.
Die zehn kostenintensivsten Hilfsmittel – Top Ten:
1. Inkontinenzhilfen
2. Applikationshilfen (z. B. Spritzen, Insulinpumpen, Ernährungspumpen)
3. Inhalations- und Atemtherapiegeräte
4. Bandagen
5. Einlagen
6. Hilfsmittel zur Kompressionstherapie
7. Hörhilfen
8. Orthesen
9. Schuhe
10. Stomaartikel (z.B. künstlicher Darmausgang)
Die KKH-Allianz ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,8 Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Über 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt knapp fünf Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

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