Ausgaben für Schmerzmittel um 31 Prozent gestiegen

KKH-Allianz: Volkswirtschaftliche Kosten belaufen sich auf 38 Milliarden Euro

Die Therapie von chronischen Schmerzen verursacht in Deutschland immer höhere Kosten. Nach Auswertungen der Arzneimitteldaten der KKH-Allianz ist beispielsweise der Verbrauch von Schmerzmitteln deutlich gestiegen. Gegenüber dem Jahr 2007 wurden 2010 14 Prozent mehr Schmerzmittelpackungen verschrieben. Die Kosten für diese Arzneimittel sind im gleichen Zeitraum um 31 Prozent gestiegen. Zudem gehen chronische Schmerzpatienten im Durchschnitt 44mal im Jahr zum Arzt. „Das ist eine besorgniserregende Entwicklung“, so KKH-Allianz Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit. „Schmerzpatienten haben einen immensen Leidensdruck, verursachen aber auch hohe Kosten für die Krankenkassen. Deshalb gilt es, neue Behandlungswege für Schmerzpatienten zu finden, damit die Betroffenen in erster Linie wieder mehr Lebensqualität erfahren.“
Laut Schätzungen leiden sechs bis acht Millionen Menschen an chronischen Schmerzen (mehrere Monate bis mehrere Jahre). Frauen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer. 30 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen geben als häufigste Form des Schmerzes Rückenschmerzen an. Danach folgen Kopfschmerzen mit 35 Prozent bei Frauen und 20 Prozent bei Männern. Nur wenige von ihnen erfahren eine Therapie durch einen Spezialisten. Nach einer wissenschaftlichen Analyse waren nur rund ein Prozent der Schmerzpatienten in einer sogenannten Schmerzklinik. Viele Betroffene erhalten eine ungenaue Diagnostik. In vielen Fällen fehlt eine Vernetzung durch verschiedene Fachärzte.
Dabei ist der Handlungsdruck auch aus volkswirtschaftlicher Sicht erheblich: Schmerzpatienten verursachen rund 38 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Kosten pro Jahr. „Auch Arbeitgeber sollten angesichts hoher Fehlzeiten von Schmerzpatienten ein Interesse daran haben, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter schnell wieder herzustellen“, so Kailuweit. Erfahrungen aus einem Gesundheitsprogramm der KKH-Allianz haben gezeigt, dass bei zielgerichteter Behandlung von Migräne-Patienten die Kopfschmerz-Tage um die Hälfte reduziert werden konnten. „Das bedeutet einen Gewinn in dreierlei Hinsicht: Für die Betroffenen steigt die Lebensqualität, Arbeitgeber erhalten mehr Produktivität und für Krankenkassen sinken die Kosten.“
Die KKH-Allianz ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit rund zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Über 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen hat sich das Unternehmen auf den Qualitätsprüfstand des unabhängigen Versicherungsprüfers Assekurata gestellt und konnte das sehr gute Gesamturteil auch in Folgeratings bestätigen. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt knapp fünf Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

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