Kein neuer Verschiebebahnhof zu Lasten der GKV

KKH-Allianz sieht Pläne zur Krankenversicherung von Hartz-IV-Empfängern kritisch

Die KKH-Allianz kritisiert die Überlegungen des Bundesarbeitsministeriums, privat krankenversicherte Hartz-IV-Empfänger in die gesetzliche Krankenversicherung zu drängen. „Diese Pläne wären ein billiger Taschenspielertrick“, sagt Ingo Kailuweit, Vorstandschef der viertgrößten bundesweiten Krankenkasse KKH-Allianz. „Die Zeche würden 70 Millionen gesetzlich Versicherte zahlen.“
Schon heute leisten nach Ansicht der KKH-Allianz die Agenturen für Arbeit bzw. die Kommunen zu niedrige Zuschüsse zu den Krankenversicherungsbeiträgen von Hartz-IV-Empfängern. Dadurch fehlen den gesetzlichen Krankenkassen jährlich über vier Milliarden Euro. Insgesamt sind knapp drei Millionen ALG II-Empfänger gesetzlich krankenversichert.
„Hier darf kein neuer Verschiebebahnhof zu Lasten der GKV entstehen“, so Kailuweit weiter. Ansonsten wäre der mit steigenden Beiträgen und Einsparungen auf der Leistungserbringerseite teuer erkaufte ausgeglichene Haushalt der Krankenkassen für 2011 in Gefahr. „Die Politik sollte stattdessen unserer jahrelangen Forderung nachkommen und die Zuschüsse für die Krankenkassenbeiträge von Hartz-IV-Empfängern so erhöhen, dass sie kostendeckend sind.“
Die KKH-Allianz ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit rund zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Über 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen hat sich das Unternehmen auf den Qualitätsprüfstand des unabhängigen Versicherungsprüfers Assekurata gestellt und konnte das sehr gute Gesamturteil auch in Folgeratings bestätigen. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt knapp fünf Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

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