„Selbstbestimmt im Alter: Mit der richtigen Vorsorge“

Vorsorge & Beruf

Gesetzliche Pflegeversicherung reicht oft nicht aus
Auch junge Menschen können unversehens zum Pflegefall werden, etwa nach einem schweren Verkehrsunfall oder einem Schlaganfall. Immer ist ein solches Ereignis ein Wendepunkt im Leben einer Familie, wissen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung. „Betroffene und Angehörige sind von der Situation zunächst oft überfordert und müssen neben dem gravierenden Schicksalsschlag auch die wirtschaftlichen Folgen verkraften.“ Wer mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vorgesorgt hat, kann die Belastungen für alle Beteiligten deutlich reduzieren. Denn die gesetzliche Pflegeversicherung deckt, je nach Grad der Pflegebedürftigkeit, nur einen gewissen Grundbedarf – meist liegen die Mittel jedoch unter dem tatsächlichen Pflegeaufwand“, so die Experten der DKV. Dadurch bleiben selbst pflegende Angehörige, die durch die Pflegeversicherung bezuschusst werden, oft noch nebenbei erwerbstätig.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
www.dkv.com

Eigene Wünsche regeln – die Patientenverfügung
Laut Umfragen möchten über 80 Prozent der Deutschen selbst über die Einleitung lebensverlängernder Maßnahmen entscheiden – und verfassen deshalb vorsorglich eine so genannte Patientenverfügung. Sie gibt vor, wie bzw. wie lange der Betroffene im Falle einer schweren Erkrankung therapiert werden will, falls er sich dazu nicht mehr äußern kann. „Das Abfassen einer solchen Verfügung ist allerdings nicht ganz einfach“, wissen die Experten der DKV. Denn: „Der Verfasser muss dabei so konkret wie möglich werden – Aussagen wie „ich möchte nicht an Apparaten hängen“ erschweren dem Arzt im Ernstfall die Entscheidung.“ Der Wille des Patienten ist seit der Neufassung des Patientenverfügungsgesetzes im Herbst 2009 für Ärzte verbindlich. Ältere Verfügungen sind zwar trotz neuer Rechtslage gültig, sollten aber generell von Zeit zu Zeit überprüft werden, raten die DKV-Experten. Damit das Dokument im Ernstfall zuverlässig gefunden wird, ist eine Hinterlegung der Urkunde beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer sinnvoll. Wer keine Angehörigen hat, die sich um die Durchsetzung der Verfügung kümmern, erhält Hilfe von der gemeinnützigen Bundeszentrale für Patientenschutz.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
www.dkv.com

Vorsorgevollmachten sichern zusätzlich ab
Weniger bekannt, aber genauso wichtig wie die Patientenverfügung, ist die Errichtung einer Vorsorgevollmacht, raten die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung: „Sie ergänzt die Patientenverfügung, indem sie eine Vertrauensperson bestimmt, die im Ernstfall für den Betroffenen handlungsfähig ist. Selbst nahe Familienangehörige können nämlich ohne entsprechende Ermächtigung nicht tätig werden.“ Wichtig ist im Vorfeld eine solide Beratung durch die örtliche Betreuungsbehörde, einen Anwalt oder Notar. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht nötig, kann aber im Streitfall hilfreich sein. Was viele nicht wissen: Die Vollmacht braucht nicht beim Notar hinterlegt werden – wer sie wirklich braucht, ist der Bevollmächtigte. „Nur wenn dieser im Besitz der Urkunde ist, kann er auch im Namen des Vollmachtgebers handeln“, so ein Hinweis der DKV-Experten. Dies gilt auch bei einer Kontovollmacht sowie der so genannten postmortalen Vollmacht. Sie erlaubt im Todesfall die Fortführung der Geschäfte durch einen Bevollmächtigten, so lange das Erbe noch nicht endgültig geklärt ist.
Quelle: DKV Deutsche Krankenversicherung
www.dkv.com

Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*