ERGO-Verbraucherinformation „Kleiner ‚Pieks‘ mit großer Wirkung“

Empfohlene Schutzimpfungen

Ein ausreichender Impfschutz kann gerade für Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche lebenswichtig sein. Und so ist es für die meisten Eltern selbstverständlich, ihre Kinder rechtzeitig und regelmäßig impfen zu lassen. Mit der eigenen Immunisierung nehmen es viele Erwachsene dagegen oft nicht so genau – und riskieren damit unter Umständen ihre Gesundheit. Denn um dauerhaft und ausreichend Schutz bieten zu können, muss so manche Immunisierung regelmäßig wiederholt werden. Welche Einträge in jedem Impfpass stehen sollten, wissen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung.

„Grundsätzlich ist es in Deutschland jedem selbst überlassen, ob und wogegen er sich oder seine Kinder impfen lässt. So etwas wie einen ‚Impfzwang’ gibt es hierzulande nämlich nicht“, erklären die DKV-Experten. Gerade Eltern von Neugeborenen und Kleinkindern sollten sich dennoch ernsthaft Gedanken zum Thema Impfschutz machen. Die Empfehlungen der „Ständigen Impfkommission“ (STIKO) des Robert Koch-Instituts bieten hierfür einen Überblick. „Lassen Sie sich trotzdem von Ihrem Hausarzt oder einem anderen ausgewiesenen Experten beraten. Dieser kann Ihnen genau sagen, welche Impfungen gerade in Ihrem Fall am sinnvollsten sind“, raten die Gesundheitsexperten.

Impfungen für Kinder
Viele Mediziner empfehlen eine ganze Reihe von Impfungen bereits im frühen Kindesalter. Bei der so genannten „Grund-Immunisierung“ werden meist gleich mehrere Impfstoffe mit einer einzigen Spritze verabreicht. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt auf der Hand: Würde jeder Impfstoff einzeln verabreicht, müsste ein kleiner Patient allein in den ersten 14 Monaten seines Lebens über zwanzig „Piekser“ über sich ergehen lassen. Allerdings muss die so genannte „Kombinationsimpfung“ mit einigem zeitlichen Abstand mehrfach wiederholt werden, um nachhaltige Wirkung zu entfalten. Ist die empfohlene Grund-Immunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln, Meningokokken, Pneumokokken, Hepatitis B, Windpocken und Poliomyelitis sowie das Bakterium „Haemophilus influenzae Typ b“ dann aber abgeschlossen, hält der Impfschutz in der Regel ein Leben lang. Ausnahmen hiervon sind u.a. Keuchhusten und Poliomyelitis. Hier empfehlen die Experten eine einmalige Auffrischung im Alter von 9-17 Jahren.

Impfungen für Erwachsene
Für Erwachsene kann sich ein kritischer Blick in den gelben Impfausweis von Zeit zu Zeit ebenfalls lohnen. Denn nicht jede Impfung ist für die Ewigkeit bestimmt. „Der Schutz gegen Tetanus, auch Wundstarrkrampf, und Diphtherie beispielsweise hält knapp zehn Jahre. Danach sollte er unbedingt erneuert werden“, raten die Gesundheitsexperten der DKV. Und auch wer nicht als Kind gegen bestimmte Krankheiten oder Erreger wie etwa Meningokokken, Pneumokokken oder Hepatitis B geimpft wurde, muss für einen kontinuierlichen Schutz alle paar Jahre „nachlegen“.

Wenn der Impfpass verloren geht
Welche Impfungen bereits durchgeführt wurden und wann Auffrischungen anstehen, lässt sich aus dem Impfbuch jedes Patienten ersehen. Sollte der gelbe Impfpass über die Jahre einmal verloren gehen, ist auch das noch kein Grund zur Panik, beruhigen die Gesundheitsexperten der DKV: „Mit etwas Glück verfügt Ihr Hausarzt über Unterlagen zu Ihrem Impfstand und stellt Ihnen einen neuen Ausweis aus. Existieren keine Aufzeichnungen mehr, kann auch ein Bluttest für weitgehende ‚Impf-Klarheit’ sorgen. Eine neuerliche Grund-Immunisierung ist in der Regel nicht nötig.“

Weitere Informationen zum empfohlenen Impfschutz erhalten Sie auch unter www.dkv.com.

Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher.

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