Praxisschließungen: „Streit nicht zu Lasten der Patienten“

KKH-Allianz Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit fordert Einlenken der Hausärzte

Angesichts der Praxisschließungen in Bayern erklärt Ingo Kailuweit, Vorstandschef der KKH-Allianz: „Für die Versicherten ist der Hausarzt eine sehr wichtige Vertrauensperson. Deshalb ist es nicht hinnehmbar, dass jetzt einzelne Funktionäre versuchen, den Streit um höheres Honorar auf dem Rücken der Patienten auszutragen. Dies ist angesichts der hohen Honorarsteigerungen der jüngsten Vergangenheit völlig unverständlich.“
Laut Kailuweit hilft purer Aktionismus in der Debatte um die hausarztzentrierte Versorgung nicht weiter. „Was wir brauchen ist ein Einlenken der Hausärzte, um im Sinne der Patienten zu einer vernünftigen Lösung zu kommen“, so der Kassenchef. Kailuweit erneuerte seine Kritik, dass Hausarztverträge in der jetzigen Form weder den Versicherten noch den Krankenkassen etwas bringen würden. „Der Gesundheitszustand der Patienten verbessert sich dadurch nicht. Die bisherigen Verträge verursachen nur jährliche Mehrausgaben von bis zu 1,5 Milliarden Euro.“
Die KKH-Allianz ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit rund zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Über 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen hat sich das Unternehmen auf den Qualitätsprüfstand des unabhängigen Versicherungsprüfers Assekurata gestellt und konnte das sehr gute Gesamturteil auch im Folgerating bestätigen. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt knapp fünf Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

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