Niedersachsen und Bremer seltener krank als 2009

KKH-Allianz: Arbeitnehmer fehlten im I. Halbjahr an sieben Tagen im Job

Die Anzahl der Fehltage von Arbeitnehmern in Niedersachsen und Bremen sind im ersten Halbjahr 2010 zurückgegangen. Laut einer aktuellen Auswertung der viertgrößten bundesweiten Krankenkasse KKH-Allianz waren die Bewohner der beiden Bundesländer im ersten Halbjahr 2010 an durchschnittlich sieben Tagen krank. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres blieben die Arbeitnehmer an durchschnittlich acht Tagen ihrem Job fern. Die wenigsten Krankentage verzeichneten Bayern und Baden-Württemberg. Hier waren die Arbeitnehmer lediglich an sechs Tagen krank. Ingesamt fehlten die Deutschen durchschnittlich acht Tage im ersten Halbjahr 2010 im Beruf.
Ursachen für Krankmeldungen
Häufigste Ursache für Krankmeldungen in Niedersachsen waren Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (25,5 Prozent) wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle oder Arthrose. Ebenso spielen psychische Erkrankungen bei Arbeitnehmern in Niedersachsen eine große Rolle (14 Prozent). Auch Krankheiten des Atmungssystems (13,1 Prozent) wie Asthma wirkten sich auf die Fehlzeit der Arbeitnehmer aus. Ähnlich auch die Tendenz in Bremen. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (26,5 Prozent) nehmen hier den Spitzenplatz ein, gefolgt von psychischen Erkrankungen (12,1 Prozent) und Krankheiten des Atmungssystems (12,0 Prozent).
Umfrage: Gesundheitsförderung in Betrieben wichtig
Dass die Gesundheit in Unternehmen einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt, spiegelt sich auch in einer von der KKH-Allianz in Auftrag gegebenen Umfrage wider. Das Meinungsforschungsinstitut IFA hat dafür 504 Unternehmen in ganz Deutschland befragt. Dabei kam heraus, dass für 87 Prozent der Firmen die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig ist, damit die Arbeitskraft langfristig erhalten bleibt. Etwa 60 Prozent der befragten Firmen sehen im Erhalt und der Förderung der Gesundheit einen hohen Stellenwert.
Arbeitgeberkonzept für Unternehmen
Hier setzt auch ein neues Konzept der KKH-Allianz zur Reduzierung des Krankenstands in Deutschland an. Durch kostenlose firmenspezifische Angebote wie etwa Arbeitsunfähigkeitsanalysen für Betriebe sowie Mitarbeiterbefragungen sollen Probleme erkannt und konkrete Maßnahmen abgeleitet werden. Dadurch beabsichtigt die KKH-Allianz, in den kommenden Jahren den Krankenstand in Firmen erheblich zu senken. Abgerundet wird das Projekt durch ein auf das jeweilige Unternehmen individuell abgestimmtes Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Auf lange Sicht gesehen können Firmen so ihre Produktivität erheblich erhöhen. Laut IGA Report ergibt sich für die Unternehmen pro investiertem Euro ein Einsparpotential von mindestens 2,50 €.

Die KKH-Allianz ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit rund zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Über 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen hat sich das Unternehmen auf den Qualitätsprüfstand des unabhängigen Versicherungsprüfers Assekurata gestellt und konnte das sehr gute Gesamturteil auch im Folgerating bestätigen. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt knapp fünf Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

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