„Riestern – aber richtig!“

Verschiedene Anlage-Varianten stehen zur Auswahl

Die großzügige staatliche Förderung macht die Riester-Rente zu einer äußerst attraktiven Form der privaten Altersvorsorge. Aber Riestern ist nicht gleich Riestern: Verschiedene Anlageformen für unterschiedliche Bedürfnisse stehen zur Auswahl. Ob im Einzelfall einer fondsgebundenen Rentenversicherung, einem Bank- oder Fondssparplan oder einer klassischen Rentenversicherung der Vorzug zu geben ist, hängt mit den persönlichen Lebensumständen sowie individuellen Vorlieben bei der Geldanlage zusammen. Eine Darstellung ausgewählter Riester-Varianten bietet die ERGO Versicherungsgruppe.

Möglichkeiten zur lebenslangen Vorsorge durch Riestern gibt es viele, aber gerade diese Fülle an Möglichkeiten macht Riestern für manchen Verbraucher ein wenig verwirrend. „Wichtig für die Wahl der individuell passenden Lösung sind die persönlichen Lebensumstände“, erläutert Tatjana Höchstödter, Expertin der ERGO Versicherungsgruppe. „Die familiäre Situation, das Einstiegsalter und die persönlichen Anlagepräferenzen sind unbedingt zu berücksichtigen. Außerdem sollte man ein wenig in die Zukunft schauen und sich beispielsweise fragen, ob in nächster Zeit der Erwerb eines Eigenheims geplant ist.“

Die Riester-Produkte zeichnen sich durch die umfangreiche staatliche Förderung aus. Diese wird, sofern alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, für alle Angebote gewährt, die von der Versicherungsaufsicht BaFin zertifiziert sind.

Viele Wege führen zum Ziel
Seit Beginn der Riesterförderung 2001 wurden bereits über 13 Millionen Verträge geschlossen. Unter den zahlreichen Riester-Varianten erfreut sich die Rentenversicherung dabei der größten Beliebtheit: Nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales entfallen mehr als zwei Drittel der Abschlüsse auf Rentenversicherungsangebote. Bei der klassischen Variante dieser Anlageform wird der Sparanteil der Beiträge konventionell angelegt und garantiert mit 2,25 Prozent verzinst. Darüber hinaus erhält der Kunde Überschussbeteiligungen, die die lebenslange Rente weiter erhöhen.
Eine weitere Möglichkeit der Riester-Versicherung sind fondsgebundene Rentenversicherungen. Die Sparanteile der Beiträge werden in Investmentfonds angelegt. Unabhängig vom Kapitalmarkt gibt es aber immer eine garantierte lebenslange Rente.
Riester-zertifizierte Banksparpläne sind ebenfalls eine Option zur Altersvorsorge. Die monatlich eingezahlten Sparbeiträge werden angelegt und verzinst; einen Garantiezins wie bei der klassischen privaten Rentenversicherung gibt es jedoch nicht.
Beim Fondssparplan wird das Kapital ausschließlich in Investmentfonds wie z.B. Aktien-, Renten- oder Mischfonds angelegt. Versicherte können von positiven Entwicklungen an den Aktienmärkten profitieren. Die eingezahlten Beiträge plus die Zulagenförderung sind – wie in den anderen Anlageformen auch – auf jeden Fall garantiert.
„Bei allen Anlageformen kann bereits zu Beginn der Rentenauszahlung ein Betrag von bis zu 30 Prozent des bis dahin angesammelten Kapitals zur freien Verwendung entnommen werden – zum Beispiel für einen Traumurlaub“, ergänzt Tatjana Höchstödter und fügt hinzu: „Die Rentenleistung vermindert sich natürlich entsprechend.“

„Wohn-Riestern“ – Eigenheim als Altersvorsorge
Auch eine Wohnung oder ein Haus kann der privaten Altersvorsorge dienen, denn meist trägt gerade die monatliche Miete einen erheblichen Teil zur finanziellen Belastung bei. Mit dem Eigenheimrentengesetz wurde 2008 der Einbezug einer Wohnimmobilie in die Riester-Förderung neu geregelt. Alle Riester-Anlageformen können dafür genutzt werden. „Das bedeutet, dass der Versicherte das bestehende Vertragsguthaben aus jeder Form der Riester-Rente während der Ansparphase entweder bis zu einer Höhe von 75 Prozent oder vollständig für den Bau oder Kauf einer Immobilie nutzen kann. Außerdem bieten einige Versicherer noch vergünstigte Immobiliendarlehen an“, erläutert die ERGO-Expertin. Bausparkassen und Banken bieten zusätzlich zertifizierte Angebote zum Wohn-Riestern an. Entscheidet sich der Versicherte für diese Form der privaten Altersvorsorge, dann sollte er jedoch ganz sicher sein, dass er das Eigenheim dauerhaft bis ins hohe Alter selbst nutzen wird, da sonst die Folgen der so genannten schädlichen Verwendung eintreten. Dies bedeutet, dass die Zulagen vom Staat und die Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen. Zudem sind die im ausgezahlten Kapital enthaltenen Erträge zu versteuern.
Für den Verbraucher ist es nicht immer einfach, die für ihn optimale Lösung zu finden. Hier kann ein ausführliches Gespräch mit einem kompetenten Versicherungsfachmann helfen.

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