ERGO-Verbrauchertipps „Schönheit um jeden Preis?“

Schönheit um jeden Preis?
Gesundheit & Fitness

Piercing- und Tattoo-Studios: Vorsicht ist angebracht!
Piercings und Tattoos sind besonders bei der Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen zum festen Bestandteil des Körperschmucks geworden. Doch bevor man sich einem entsprechenden Eingriff unterzieht, lohnt sich ein kritischer Blick auf das gewählte Studio, so der Rat der DKV-Experten. Dabei sollten die Kunden besonders auf die gebotene Hygiene achten, denn Infektionen stellen bei Tattoos und Piercings das größte Risiko dar. Ein abgetrennter Behandlungsraum, das Waschbecken außer Reichweite der Behandlungsliege, um Infektionen durch Spritzwasser zu vermeiden, steril verpackte Instrumente und Schmuckstücke sowie Piercer bzw. Tätowierer, die ihre Hände vorab desinfizieren und sterile Handschuhe tragen – auf diese Standards sollten Kunden im eigenen Interesse unbedingt bestehen.

Folgeschäden von Piercings und Tattoos
Obwohl ihre Leistungen buchstäblich „unter die Haut“ gehen, benötigen die Betreiber von Piercing- oder Tattoo-Studios keine medizinische Ausbildung, sondern nur einen Gewerbeschein. So haben dauerhafte Verschönerungen in Form von Piercings und Tattoos nicht selten unschöne Folgen: Schmerzhafte Entzündungen stehen dabei an erster Stelle – dicht gefolgt von den finanziellen Folgen für deren Behandlung. Denn laut den Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung sind Ärzte und Krankenhäuser seit 2008 verpflichtet, den Krankenkassen Schäden von Piercings, Tätowierungen oder anderer medizinisch nicht notwendiger Schönheitsoperationen mit Angaben über die Patienten mitzuteilen. Das bedeutet für die Betroffenen, dass sie einen Teil der Behandlungskosten der Krankenkasse zurückerstatten müssen, da es sich bei medizinischen Folgeschäden um eine selbstverschuldete Krankheit handelt. Schließlich hat sich der Patient freiwillig dem körperlichen Eingriff des Piercers oder Tätowierers unterzogen.

TÜV für die Zähne
Blendend weiße Zähne wie die Hollywood-Stars sind für viele ein Traum. Ein erster Schritt dahin ist eine regelmäßige Zahnpflege, die so genannte Prophylaxe. Dieser „Vorsorge-TÜV“ für die Zähne macht nicht nur das Lächeln wieder strahlender, sondern ist eine wichtige Maßnahme, um Karies und Parodontitis (chronische Entzündung des Zahnhalteapparates) im Keim zu ersticken. Die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung weisen allerdings darauf hin, dass es auch hier Unterschiede gibt: „Zweimal im Jahr die Zähne eine halbe Stunde lang reinigen zu lassen, hat zwar einen optischen Effekt. Aber zu einer wirksamen Prophylaxe sollte eine genaue Diagnose des individuellen Parodontitis- sowie Kariesrisikos gehören.“ Darauf aufbauend kann anschließend ein persönlicher Zahnpflegeplan für den Patienten erstellt werden.

Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.de/verbraucher.

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