ERGO-Verbraucherinformation „Wenn vom Fahrrad nur das Schloss übrig bleibt“

Wichtige Vorkehrungen und richtiges Verhalten bei Fahrraddiebstählen

Statistisch wechseln in Deutschland täglich fast 1.000 Fahrräder unfreiwillig den Besitzer – sie werden gestohlen. Die Aufklärungsrate dieser Straftaten ist ernüchternd gering: In gerade einmal knapp einem Viertel aller gemeldeten Fälle findet das abhanden gekommene Velo seinen Weg zurück zum rechtmäßigen Eigentümer. Wie Fahrradbesitzer einem Diebstahl am besten vorbeugen und was zu tun ist, wenn sich doch einmal ein Langfinger am Zweirad vergreift, fasst die ERGO Versicherungsgruppe zusammen.

Dass allein in der Bundesrepublik jährlich über 350.000 Fahrräder gestohlen werden, mag auf den ersten Blick nicht sonderlich überraschen. Denn wahrscheinlich gibt es keinen Fahrradfahrer, der sein Bike nicht schon einmal ungesichert abgestellt hat. Doch sind es in erster Linie nicht die unzähligen, rostigen und herrenlosen Drahtesel vor Schulen, Universitäten oder Kinos, die massenweise entwendet werden. Gerade vermeintlich gut gesicherte Mountainbikes und teure Sporträder stehen ganz oben auf der Wunschliste der Langfinger.

Wichtig: Vorkehrungen treffen
„Natürlich können Fahrradfahrer die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, mit der sie Opfer eines solchen Diebstahls werden. Beispielsweise, indem sie ihr Rad mit einem massiven Bügelschloss an einem festen Gegenstand, z. B. Laternenpfahl, anketten. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es jedoch nicht“, wissen die Experten der ERGO Versicherungsgruppe. Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, empfehlen die Fachleute, gerade teure Räder grundsätzlich nie lange unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit abzustellen. Wird ein Fahrrad dennoch gestohlen, erleichtern Fotos des Diebesguts die Arbeit der Polizei ungemein. Denn auf diese Weise wissen die Beamten, wonach sie suchen müssen. Außerdem sollten Fahrradbesitzer immer wissen, um welches Modell es sich bei ihrem Zweirad handelt und von welchem Hersteller es stammt. „Am besten notieren Sie sich direkt nach dem Kauf die relevanten Hersteller- und Modelldaten sowie die Rahmennummer des Rades und bewahren diese zusammen mit den Fotos an einem sicheren Ort auf“, raten die ERGO-Experten deshalb besonders den Besitzern von wertvollen Marken-Rädern. Zwar ist eine Anzeige bei der Polizei – in der Regel „gegen Unbekannt“ – immer der erste Schritt, wenn man den Diebstahl bemerkt. Doch wenn das Rad trotz intensiver Ermittlungen nicht wieder auftaucht, muss sich der Geschädigte irgendwann mit dem Verlust abfinden. Und je teurer das Rad in der Anschaffung war, desto größer ist dann natürlich der finanzielle Verlust.

Lohnt sich eine teure Zusatzversicherung?
Anstatt eine der mittlerweile selten angebotenen und oft übermäßig teuren Fahrradversicherungen abzuschließen, lohnt sich für viele ein kritischer Blick in die eigene Hausratpolice. Denn was viele Fahrradfahrer nicht wissen: Oft übernimmt die Hausratversicherung, sofern vereinbart, auch die Kosten für ein gestohlenes Fahrrad. Jedenfalls dann, wenn es ordnungsgemäß abgeschlossen war und der Geschädigte den Diebstahl unverzüglich sowohl der Polizei als auch der betreffenden Versicherung angezeigt hat. Zudem sollten auch dem Versicherer die vorgehaltenen Daten über Rahmennummer, Hersteller und Modell zugänglich gemacht werden. Die ERGO-Experten empfehlen den Verbrauchern allerdings darauf zu achten, dass der Wert des Zweirades dem mit der Versicherung vereinbarten Entschädigungsbetrag entspricht. Auch sollten sich in der Police keine zeitlichen Beschränkungen für den Versicherungsschutz befinden.

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