KKH-Allianz: „Finanzielle Stabilität notwendig!“

Auch Ärzte und Pharmaindustrie müssen ihren Beitrag leisten

Der Vorstandschef der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, sieht nach einer Phase der Orientierung die Zeit des Handelns für den Bundesgesundheitsminister gekommen. Angesichts der schwierigen Finanzsituation im deutschen Gesundheitssystem müsse die Ausgabenseite im Fokus stehen: „Aktuell helfen uns Diskussionen um Prämien und Kopfpauschalen, also um Veränderungen auf der Einnahmeseite, nicht weiter.“ Damit die hohe Qualität der medizinischen Leistungen auch in Zukunft bezahlbar bleibe, seien Einsparungen auf der Ausgabenseite notwendig. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen sämtliche Sparmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Hier sind alle Beteiligten gefordert. Auch Ärzte, Pharmaindustrie und Krankenhäuser müssen ihren Beitrag leisten“, so Kailuweit.
Gerade im Bereich der Arzneimittelpreise gebe es ein hohes Einsparpotenzial. „Seit Jahren beobachten wir vor allem bei patentgeschützten Originalpräparaten exorbitante Preissteigerungen. Im gesamten Pharmamarkt verzeichnet die KKH-Allianz einen Kostenanstieg um 7,2 Prozent je Versicherten“, so Kailuweit. „Es kann nicht sein, dass die Versicherten immer mehr belastet werden, während Pharmaunternehmen ihre Gewinne maximieren.“ Ebenso sei der Ruf nach erneuten Honorarsteigerungen bei Ärzten nicht nach vollziehbar: „Seit 2007 haben die Ärzte 3,4 Milliarden Euro mehr erhalten. Weitere Honorarzuwächse sind angesichts der Wirtschaftskrise nicht angemessen.“
Die KKH-Allianz ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit über zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Rund 4.400 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen hat sich das Unternehmen auf den Qualitätsprüfstand des unabhängigen Versicherungsprüfers Assekurata gestellt und konnte das sehr gute Gesamturteil auch im Folgerating bestätigen. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherung. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt über 4,5 Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*