Arzneimittelkosten steigen um 7,2 Prozent je Versicherten

KKH-Allianz begrüßt Ministergespräch mit Pharmaunternehmen und Krankenkassen

Die Arzneimittelausgaben sind bei der KKH-Allianz 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent je Versicherten gestiegen. Rund 749 Millionen Euro hat die Krankenkasse für die Medikamente ihrer Versicherten im vergangenen Jahr ausgegeben. Davon gingen jedoch nur 1,3 Prozentpunkte auf einen Mengenanstieg je Versicherten zurück. Über die Hälfte der Kosten verursachten patentgeschützte Originalpräparate, obwohl sie gerade mal ein Fünftel der Gesamtmenge ausmachten. Die KKH-Allianz begrüßt deshalb das geplante Gespräch mit Pharmaunternehmen und Krankenkassen im Bundesministerium für Gesundheit. Minister Philipp Rösler hatte Medienberichten zufolge angekündigt, die Arzneimittelausgaben in Zukunft senken zu wollen.
„Diesen Worten müssen jetzt aber auch Taten folgen“, sagt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz. „Gerade im Bereich der patentgeschützten Originalpräparate gibt es ein hohes Einsparpotenzial.“ Nach Berechnungen der KKH-Allianz hätten im vergangenen Jahr rund 1,8 Milliarden Euro in der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung gespart werden können, wären die Durchschnittspreise von Originalpräparaten im Vergleich zum Vorjahr nicht angestiegen. „Diese Preissteigerungen sind nicht mehr hinnehmbar“, erklärt Kailuweit. „Es kann nicht sein, dass die Versicherten immer mehr belastet werden, während Pharmaunternehmen ihre Gewinne maximieren.“ Dass es auch anders geht, zeigt die Entwicklung der Preise auf dem Generika-Markt: Hier sind die Preise gesunken, vor allem dank der Rabattverträge zwischen Kassen und Pharmaindustrie.
Die KKH-Allianz ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit über zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Rund 4.400 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen hat sich das Unternehmen auf den Qualitätsprüfstand des unabhängigen Versicherungsprüfers Assekurata gestellt und konnte das sehr gute Gesamturteil auch im Folgerating bestätigen. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherung. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt über 4,5 Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

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