„Deutschland braucht mehr Spezialisten für die Krankheiten von morgen“

KKH-Allianz fordert bessere Behandlungsqualität durch Schwerpunktpraxen

Nach Auswertungen der KKH-Allianz wird ein Großteil der Patienten nicht nach den anerkannten medizinischen Leitlinien behandelt. Bei Migräne beispielsweise sind das drei von vier Betroffenen. „Das führt zu einem unnötig langen Leidensweg vieler Patienten und treibt Kosten sinnlos in die Höhe“, so Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz. Studien des jüngst ausgezeichneten Westdeutschen Kopfschmerzzentrums in Essen belegen, dass der Leidensweg der Patienten bei adäquater Behandlung auf die Hälfte verkürzt werden könne. In Zahlen bedeutet dies konkret: über eine Milliarde Euro Einsparpotenzial und 50 Prozent weniger Krankheitstage allein im Fall Migräne. Deshalb fordert der Kassenchef: „Es ist notwendig, Fachwissen über einzelne Krankheitsbilder besser zu bündeln.“
Dies könne am besten in so genannten Schwerpunktpraxen geschehen, in denen sich Spezialisten fachübergreifend und ganz gezielt mit einzelnen Krankheiten wie Migräne, Rheuma oder Diabetes befassen. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müsse mit der Zunahme bestimmter Krankheiten gerechnet werden. „Deutschland braucht mehr Spezialisten für die Krankheiten von morgen“, so Kailuweit. Schätzungen zufolge sind in den vergangenen neun Jahren beispielsweise 78 Prozent mehr Menschen an Diabetes erkrankt. Bis zum Jahr 2025 wird ein weiterer Anstieg um 50 Prozent erwartet. „Es liegt auf der Hand, dass ein Diabetologe mit großem Erfahrungsschatz die Krankheit besser behandeln kann als ein Allgemeinmediziner, für den Diabetes nur ein Krankheitsbild unter vielen anderen ist.“
Hinweis an die TV-Redaktionen:
Passend zum Thema Migräne/Schwerpunktpraxen gibt es für TV-Redaktionen auf dem KKH-Allianz Footageportal unter http://www.kkh-allianz.de/footage auch kostenloses Bewegtbildmaterial zum herunterladen. Unter dem Titel „Migräne – die Hölle im Kopf“ haben wir einen Roughcut mit betroffenen Protagonisten, Behandlungsbildern in der Klinik sowie Expertenaussagen für Sie vorbereitet.
Die KKH-Allianz ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit über zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Rund 4.400 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen hat sich das Unternehmen auf den Qualitätsprüfstand des unabhängigen Versicherungsprüfers Assekurata gestellt und konnte das sehr gute Gesamturteil auch im Folgerating bestätigen. Exklusiver Kooperationspartner der KKH-Allianz ist die Allianz Private Krankenversicherung. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt über 4,5 Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH-Allianz ist Hannover.

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