Klein und gemein

Wenn ein Zeckenbiss schlimme Folgen verursacht

Jährlich erkranken mehr als 60.000 Menschen an der Infektionskrankheit Borreliose, die durch Zecken übertragen werden kann. Die Grundeigentümer-Versicherung zeigt auf, welche schlimmen Folgen die Erkrankung haben kann.

Der Fall
Der Versicherungsnehmer wurde während eines Spaziergangs von einer Zecke ins Bein gebissen. Nach kurzer Zeit bildete sich um die Einstichstelle ein roter Ausschlag, den der Versicherungsnehmer nicht ernst nahm. Knapp ein halbes Jahr später fingen seine Hände und Füße an zu kribbeln. Ärzte konnten zunächst nicht feststellen, woran dies liegen könnte. Aus dem Kribbeln wurden Schmerzen zu, so dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte. Aufgrund der Invalidität nahm er seine private Unfallversicherung in Anspruch. Zu recht?

Die Versicherungsfrage
Eine Unfallversicherung bietet weltweiten Versicherungsschutz bei Unfällen, die der versicherten Person während der Wirksamkeit des Vertrages zustoßen. Ein Unfall liegt allerdings nur dann vor, wenn der Versicherungsnehmer durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Wenn Insektenstiche oder -bisse sich entzünden oder Krankheiten übertragen werden, ist das jedoch kein Unfall im eigentlichen Sinne. „Trotzdem kann eine private Unfallversicherung helfen“, weiß Andreas Hackbarth, Schadenverhütungsexperte der Grundeigentümer-Versicherung. „Denn mittlerweile gibt es einige Versicherer, die in ihrer privaten Unfallversicherung dauerhafte Schädigungen durch Insektenstiche und –bisse mitversichern“, erklärt Hackbarth weiter. So konnte dem Versicherungsnehmer im vorliegenden Fall auch geholfen werden, da ein entsprechender Schutz vorlag.

Der Tipp
Neben der Borreliose können Zeckenbisse auch die Viruserkrankung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verursachen, allgemein als Hirnhautentzündung bekannt. Gegen die FSME kann man sich durch eine Impfung schützen lassen. Einen Impfstoff gegen Borreliose gibt es hingegen nicht. Deshalb: Vorbeugen ist der beste Schutz.
Bei einem Spaziergang durch Wald und Wiese am besten lange Kleidung tragen. Insektenabwehrmittel wirken auch gegen Zecken. Allerdings muss hier das Mittel alle zwei bis vier Stunden neu aufgetragen werden, da sonst die Wirkung nachlässt. Nach einem Aufenthalt im Freien die Kleidung wechseln und den Körper absuchen. Zecken sitzen gern in Kniekehlen, Haaransatz, der Leistenbeuge oder auch hinterm Ohr. Wird eine Zecke gefunden, diese sofort entfernen. Am besten mit einer Zeckenzange oder -karte. Dabei nicht drehen, sondern herausziehen und nicht zerdrücken oder quetschen. Danach die Einstichstelle beobachten. Bildet sich ein roter Kranz – sofort einen Arzt aufsuchen.
Weitere Informationen zur Unfallversicherung erhalten Sie im Kunden-Center der Grundeigentümer-Versicherung VVaG, Tel. 040 – 3766 3766 oder unter www.grundvers.de.

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