‚Konfliktlösung ohne Gericht‘ und ‚Wohin mit den Kindern bei KITA-Streik?‘

Mediation bei Streit im Job

Zeitdruck, drohende Entlassungen und Ärger mit Kollegen oder Vorgesetzten sind häufig Auslöser von Konflikten im Arbeitsalltag. Die Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher menschlicher Charaktere und der Druck durch Umstrukturierungen in vielen Unternehmen birgt in hohem Maße Konfliktpotential. Ein Schlichtungsverfahren wie die Mediation bietet die Möglichkeit, mit Hilfe eines Mediators außergerichtlich eine akzeptable Lösung zu erarbeiten. Warum diese Art der Streitbeilegung gerade im Arbeitsrecht so wichtig ist, erläutert die D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Teamwork, Großraumbüros und abteilungsübergreifende Projektarbeit sind feste Bestandteile des Arbeitsalltages. Streitigkeiten sind dabei nicht zu vermeiden. Zeitliche Verzögerungen, Mehrkosten oder sogar die Gefährdung ganzer Projekte sind die Folge. Unabhängig davon, ob Mitarbeiter einzeln, als Gruppe, untereinander oder mit Führungskräften Konflikte haben: Häufig landen die streitenden Parteien vor Gericht.

Doch verstärkt setzt sich in der Arbeitswelt die Erkenntnis durch, dass eine Streitbeilegung nicht erst vor Gericht erfolgen muss, sondern bereits im Vorfeld eine Einigung erzielt werden kann. Hier bietet sich die Mediation an: „Mediation ist ein freiwilliges Verfahren zur Schlichtung von Auseinandersetzungen mit Hilfe einer neutralen dritten Person, dem Mediator“, so die Rechtsexperten der D.A.S. Versicherung. „Gemeinsam wird versucht, das Problem rechtsverbindlich und für beide Seiten akzeptabel zu lösen.“ Dadurch soll schon vor der gerichtlichen Auseinandersetzung Rechtsfrieden geschaffen werden. Für diese Form der Streitbeilegung verfügt der Mediator über eine spezielle Ausbildung.

Konfliktpotential in Unternehmen
Auch Umstrukturierungen oder drohende Entlassungen bedeuten ein hohes Konfliktpotential: Werden beispielsweise zwei Abteilungen eines Unternehmens zusammengelegt, führt dies oft zu einer Neuverteilung der Aufgabengebiete und der Kompetenzen – und in Folge zu Auseinandersetzungen unter den Mitarbeitern oder mit den Vorgesetzten, die Zeit, Geld und Nerven kosten.

Landet der Streit vor Gericht, ist eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit gefährdet. Die Richter entscheiden oder schlagen einen Kompromiss vor. Dagegen entscheiden in der Mediation die Beteiligten selbst. Dies bietet die Chance, zukünftig im Arbeitsalltag besser miteinander zu kommunizieren und potentielle Streitpunkte frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Ablauf eines Mediationsverfahrens
Einigen sich die Parteien auf die Durchführung einer Mediation, wird mit den Beteiligten das weitere Vorgehen abgeklärt. „Im eigentlichen Verfahren werden zuerst die klärungsbedürftigen Themen und die von beiden Parteien zu liefernden Informationen vereinbart“, erläutert die D.A.S. Versicherung. „Als Schlüsselphase gilt die anschließende Konfliktbearbeitung, in der alle Positionen und Interessen darlegt werden. Mittels spezieller Fragetechniken verhilft der Mediator zu eindeutigen Aussagen, die das gegenseitige Verständnis fördern. In der darauf folgenden Lösungsphase entwickeln die Beteiligten mithilfe kreativer Verfahren Lösungsoptionen, die dem individuellen Bedarf entsprechen. Am Ende steht ein schriftlicher Vertrag.
Weitere Informationen zu rechtlichen Fragen finden Sie unter www.das-rechtsportal.de.

Kurzfassung:
Mediation als Konfliktlösung
Neutrales Schlichtungsverfahren bei Streitigkeiten im Arbeitsalltag

Zeitdruck, drohende Entlassungen sind häufig der Ursprung von Konflikten mit denen die streitenden Parteien vor Gericht enden. Damit es nicht so weit kommt, empfiehlt die D.A.S. Rechtsschutzversicherung, die Unterstützung eines Mediators in Anspruch zu nehmen. Mediation ist ein freiwilliges Verfahren zur Schlichtung von Auseinandersetzungen mit Hilfe einer neutralen dritten Person, dem Mediator. Gemeinsam wird versucht, das Problem rechtsverbindlich und für beide Seiten akzeptabel zu lösen. Ein Mediator ist für diese Form der Konfliktlösung speziell ausgebildet. Am Ende der Schlichtung steht ein schriftlicher Vertrag. Im Gegensatz zu einem gerichtlich gelösten Streitfall sind bei einem Mediationsverfahren alle Parteien gemeinsam an der Lösung beteiligt. Diese aktive Zusammenarbeit bietet auch die Chance, zukünftig im Arbeitsalltag besser miteinander zu kommunizieren und potentielle Streitpunkte frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

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Wohin mit den Kindern bei Kita-Streik?
Tipps für berufstätige Mütter und Väter

Warnstreik – Kita geschlossen! In diesen Tagen erwischt eine solche Nachricht viele berufstätige Eltern eiskalt. Denn wenn die Erzieher von Kinderkrippen, Kindergärten oder Horten streiken, wissen viele tausende Eltern und Alleinerziehende nicht, wie sie Arbeit und Kinderbetreuung miteinander vereinen sollen. Schlimmstenfalls kommen sie an einem solchen Tag Stunden zu spät oder schaffen es gar nicht mehr zur Arbeit.

„Arbeitsrechtlich ist es wichtig, den Arbeitgeber so schnell wie möglich zu informieren, wenn man später oder gar nicht kommen kann“, erklärt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. „Ansonsten droht die Abmahnung, wenn ein Arbeitnehmer unentschuldigt bei der Arbeit fehlt.“

Wer nicht zur Arbeit gehen kann, weil sich keine alternative Kinderbetreuung findet, hat allerdings keinen Anspruch auf sein Gehalt. Kronzucker erläutert: „Bei Streiks handelt es sich um höhere Gewalt und daher wird der Arbeitgeber laut Gesetz in der Regel von seiner Pflicht befreit, den Lohn zu bezahlen.“ Am besten ist es, spontan Urlaub oder – wenn möglich – einen Gleittag zu nehmen. Wenn dringende betriebliche Belange gegen einen freien Tag sprechen, dürfen Arbeitnehmer sich aber auf keinen Fall selbst beurlauben und einfach zu Hause bleiben. Dies könnte ernsthafte arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Rechtsexpertin rät: „Es empfiehlt sich dringend, gemeinsam mit dem Arbeitgeber eine einvernehmliche Lösung zu finden.“

Wird trotz aller Bemühungen keine Einigung erzielt, bleibt nur der Gang zum Gericht. Im Eilverfahren per einstweilige Verfügung lässt sich der Urlaubsanspruch im äußersten Notfall auch gerichtlich durchsetzen. Damit es schnell geht, sollten sich Arbeitnehmer in diesem Fall direkt an die Geschäftstelle des zuständigen Arbeitsgerichts wenden.

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