„Die Sonne vernünftig genießen“

1. Sonnenallergie und Co.
2. Vorbräunen schützt nicht vor Sonnenbrand
3. Vorsicht beim Sonnenbaden!

1. Sonnenallergie und Co.
Wenn die Sonne die Haut piesackt
Während die meisten Menschen die ersten sommerlichen Tage in vollen Zügen
genießen, sind für viele die kräftigen Strahlen mehr als unangenehm:
Kleine, juckende Quaddeln oder rote Flecken machen sich auf Armen und
Ausschnitt der Betroffenen breit. Sie leiden unter einer Sonnenallergie. Hervorgerufen wird der Hautausschlag durch verschiedene Ursachen: Bei der „Polymorphen Lichtdermatose“ reagieren die Betroffenen empfindlich auf die UV-A-Strahlen der Sonne. Mit zunehmender Bräune lässt diese Empfindlichkeit aber nach. „Wer unter der Polymorphen Lichtdermatose leidet, sollte schon vier bis fünf Wochen vor dem Urlaub beginnen langsam und vorsichtig seine Haut an die Sonne zu gewöhnen“, empfiehlt DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer.

Häufig reagieren die UV-Strahlen aber gar nicht mit der Haut wie bei der so genannten Mallorca-Akne. Sie bereitet insbesondere Frauen zwischen 20 und 40 Jahren Probleme. Bei der Mallorca-Akne reagiert die Haut auf Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln oder Kosmetika. Gerade der chemische Lichtschutzfilter, der den Sonnenbrand verhindern soll, kann in Zusammenhang mit UV-Strahlen Allergien hervorrufen. Aber auch Emulgatoren und Fette, die in nahezu jeder Creme vorkommen, sind häufig schuld an den juckenden Pusteln. „Stellen Sie Ihre Kosmetik bereits einige Tage vor dem Urlaub auf fettfreie Gele um“, rät Dr. Pfarrer.
„Eine Mallorca-Akne könne Sie ebenfalls verhindern, wenn Sie eine Sonnencreme mit physikalischem Lichtschutz einsetzen.“ Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich im Schatten aufhalten, Schultern, Ausschnitt und Arme mit Kleidung bedecken und keine Kosmetik verwenden.

„Photoallergische Reaktionen“ entstehen, wenn bestimmte Medikamente oder der Kontakt mit bestimmten Pflanzen zusammen mit Sonnenbestrahlung zu allergischen Hautveränderungen führen. Arzneimittel wie Antibiotika oder Johanniskraut-Präparate können beispielsweise Allergien begünstigen. Einige Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Sonnenhungrige, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten deshalb den Beipackzettel genau studieren. Auch ätherische Öle, beispielsweise in Earl-Grey-Tee oder Süßstoffe wie Saccharin und Cyclamat können zu allergischen Reaktionen durch Sonnenstrahlen führen. „Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, auf welche Medikamente Sie verzichten sollten“ so die DAK-Expertin.

2. Vorbräunen schützt nicht vor Sonnenbrand
DAK rät zur Vorsicht beim Besuch im Solarium
Der Sommer ist im Anmarsch, endlich kann man wieder mehr Haut zeigen. Aber
wer trägt schon gern seine Blässe zur Schau? Der Weg ins Solarium liegt
also nah, um die Haut vorzubräunen und schon einmal für die Sommersonne zu
trainieren. Ein fataler Irrtum, denn die meisten Sonnenhungrigen
unterschätzen das Krebsrisiko von Solarien; die künstliche Lichtdusche ist
nämlich keine gesunde Alternative zu den natürlichen Sonnenstrahlen.
Im Gegenteil. „Die ultraviolette Strahlung kann ebenfalls zu Sonnenbränden und Hautkrebs führen, warnt DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. „Und gerade die Vorbräune, die sie versprechen, ist trügerisch. Solariumsbräune schützt keinesfalls vor Sonnenbrand. Besser ist, sich bei sportlichen Aktivitäten wie langen Spaziergängen allmählich an die Sonne zu gewöhnen.“

Auslöser von Hautkrebs sind hoch dosierte UV-Strahlen, mit denen Solarien fast ausschließlich arbeiten. Diese Strahlen haben unterschiedliche Wirkungen auf die menschliche Haut: So dringen UV-B-Strahlen in die obere Hautschicht ein und sind Ursache für den Sonnenbrand, DNA-Schäden und die Entwicklung von Hautkrebs. Da UV-B-Strahlen inzwischen als gefährlich bekannt sind, gibt es diese heute in Bräunungsgeräten nur noch in geringem Maße. UV-A-Strahlen dringen dagegen in tiefere Hautschichten ein, bewirken eine schnelle aber kurzfristige Bräunung und im Übermaß genossen, lassen sie die Haut vorzeitig altern. Beide Strahlenarten können jedoch das Erbgut schädigen und zu Hautkrebs führen.

Wer dennoch nicht auf die künstliche Bräune verzichten möchte, sollte zumindest einige Regeln beachten. Gehen Sie nur in Solarien mit kontrollierten Geräten und geschultem Personal. Um die individuelle Höchstgrenze der Bestrahlungsdauer zu ermitteln, empfiehlt es sich, vor dem Bräunen den Hauttyp zu bestimmen. „Wer sehr helle, sonnenbrandgefährdete Haut hat, sollte aber überhaupt keine Bräunungsgeräte nutzen“, rät Dr. Pfarrer. „Dies gilt ebenso für Leute, deren Haut bereits von der Sonne geschädigt ist.“ Mehrere Stunden vor dem Sonnenbad müssen Kosmetika von der Haut entfernt werden, sonst drohen Pigmentstörungen und Hautreizungen. Wer Medikamente einnimmt, sollte vorher den Hausarzt befragen, ob diese die Lichtempfindlichkeit der Haut beeinträchtigen. Beim Sonnenbad muss eine UV-Strahlen undurchlässige Brille getragen werden. Für die Anzahl der Sonnenbäder gilt die Faustregel: Sowenig wie möglich – egal ob auf der Wiese oder unter der Sonnenbank. Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist der Besuch von Solarien übrigens per Gesetz grundsätzlich verboten.

3. Vorsicht beim Sonnenbaden!
Zu viel UV-Strahlung schadet der Haut
Endlich Sommer, endlich Urlaub! Wer träumt jetzt nicht von ausgiebigen
Sonnenbädern am Strand? Wären da nicht die UV-Strahlen, die der Haut bei zu
viel Sonne schaden können. Fast die Hälfte aller Bundesbürger (44 Prozent)
hat im Urlaub schon einmal unter starkem Sonnenbrand gelitten. Das hat ein
DAK-Gesundheitsbarometer ergeben. Und vor allem jüngere Urlauber zwischen 18 und 29 Jahren sind davon betroffen. „Ein Sonnenbrand ist ein Zeichen dafür, dass zu viel Sonne auf die obere Hautschicht gekommen ist“, erklärt Allgemeinmedizinerin und DAK-Expertin Dr. Waltraud Pfarrer. „Die Haut reagiert dann mit einer Entzündung, die sich durch eine Rötung bemerkbar macht.“ Damit es erst überhaupt nicht dazu kommt, sind ein guter Sonnenschutz und wenig Sonnenbäder sinnvoll. „Denn der Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft, er birgt auch Hautkrebsgefahr“, warnt die Expertin.

Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe erkranken jährlich 140.000 Menschen an Hautkrebs. Weltweit ist sie die häufigste Krebserkrankung des Menschen. Ursachen dafür sind die erhöhte UV-Strahlung aufgrund der immer dünner werdenden Ozonschicht und das vermehrte Sonnenbaden. „Eine UV-Strahlung in Maßen ist gesund, weil der Körper so Vitamin D bilden kann, welches für die Knochen wichtig ist“, erklärt Dr. Pfarrer. „Wer sich aber zu intensiv der Sonne aussetzt, erhöht sein Hautkrebsrisiko um ein Vielfaches.“ So sind die Anzahl der Sonnenbrände, die ein Mensch bis zum 18. Lebensjahr erleidet, ein entscheidender Faktor für das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

„Der beste Schutz dagegen sind ein schattiges Plätzchen sowie leichte, weite T-Shirts und Hosen und ein Sonnenhut, der auch das Gesicht, die Ohren und den Nacken schützt“, erläutert die DAK-Expertin. Wichtig ist auch eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, die man großzügig auftragen sollte – gerade auch auf Kinderhaut. Der Grund: Sie reagiert auf Sonne extrem empfindlich, denn sie hat nur einen sehr schwach ausgeprägten Zellschutz und ist um vieles dünner als die Haut von Erwachsenen. Die Strahlen können deshalb viel tiefer in die Haut eindringen und dort Gesundheitsschäden verursachen, deren Wirkung sich erst Jahrzehnte später zeigt. Die DAK-Expertin rät, Babys bis zu einem Jahr überhaupt nicht der Sonne auszusetzen. Sie gehören immer in den Schatten. Kleinkinder bis zwei Jahre sollten möglichst nur wenig Sonne abbekommen. Übrigens: UV-Strahlen können auch den Augen schaden. Eine gute Sonnenbrille mit UV-Filter ist deshalb wichtig – auch für Kinder.

Wer sich dennoch einen Sonnenbrand geholt hat, sollte diesen wie bei allen Entzündungen mit kalten Umschlägen kühlen. „Bei starken Schmerzen, Blasenbildung, Schwindelgefühl, Fieber und Schüttelfrost oder Übelkeit sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden, denn dies sind Anzeichen für einen Sonnenstich, bei dem das gesamte Immunsystem angegriffen ist“, rät die DAK-Ärztin.

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B E S O N D E R S    W I C H T I G E    T E R M I NE
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28.05.2009    DAK Pressegespräch und Event: Flower for Life

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TERMINE AUS DEM DAK-KALENDER
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31.05.2009    Weltnichtrauchertag
06.06.2009    Sehbehindertentag
10.06.2009    Kindersicherheitstag
26.06.2009    Internationaler Anti-Drogen-Tag

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