HDI-Gerling Sach von Finanzkrise unbeeindruckt

HDI-Gerling Sach Serviceholding AG
Riethorst 2
30659 Hannover
www.hdi-gerling.de
Handelsregister: Sitz Hannover
HR Hannover B 60722
USt-ID-Nr. DE 813832856

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Herbert K. Haas
Vorstand: Dr. Christian Hinsch (Vorsitzender),
Dr. Wolfgang Breuer, Thomas Emmert,
Gerhard Heidbrink, Dr. Thomas Noth, Rainer Skowronek

• Operatives Ergebnis gesteigert
• Kapitalanlageergebnis durch Finanzkrise nur moderat
zurückgegangen
• Gerling-Integration erfolgreich abgeschlossen
• Leichter Beitragsrückgang für 2009 erwartet

Ein positives Resümee kann die HDI Gerling Sachversiche-
rungsgruppe mit Blick auf das Geschäftsjahr 2008 ziehen.
Zwar ging die aktuelle Finanz- und Wirtschaftkrise auch am
Kapitalanlageergebnis der zweitgrößten deutschen Sachver-
sicherungsgruppe nicht ganz spurlos vorüber. Dieser Rück-
gang konnte jedoch durch ein sehr gutes versicherungstech-
nisches Ergebnis überkompensiert und damit ein insgesamt
verbessertes EBIT in Höhe von 258 (247) Mio. € erzielt wer-
den. Die Integration der Gerling-Gesellschaften in die HDI-
Gruppe wurde erfolgreich abgeschlossen.

Trotz der widrigen Wettbewerbsverhältnisse verlief das Ge-
schäft der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe insgesamt
erfreulich. Die gebuchten Bruttoprämien gingen marktbe-
• Operatives Ergebnis gesteigert
• Kapitalanlageergebnis durch Finanzkrise nur moderat
zurückgegangen
• Gerling-Integration erfolgreich abgeschlossen
• Leichter Beitragsrückgang für 2009 erwartet

Ein positives Resümee kann die HDI Gerling Sachversiche-
rungsgruppe mit Blick auf das Geschäftsjahr 2008 ziehen.
Zwar ging die aktuelle Finanz- und Wirtschaftkrise auch am
Kapitalanlageergebnis der zweitgrößten deutschen Sachver-
sicherungsgruppe nicht ganz spurlos vorüber. Dieser Rück-
gang konnte jedoch durch ein sehr gutes versicherungstech-
nisches Ergebnis überkompensiert und damit ein insgesamt
verbessertes EBIT in Höhe von 258 (247) Mio. € erzielt wer-
den. Die Integration der Gerling-Gesellschaften in die HDI-
Gruppe wurde erfolgreich abgeschlossen.

Trotz der widrigen Wettbewerbsverhältnisse verlief das Ge-
schäft der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe insgesamt
erfreulich. Die gebuchten Bruttoprämien gingen marktbe-
dingt um rund 1,5% auf 5.896 (5.984) Mio. € zurück. Zum
einen ist dieser Rückgang auf die anhaltend weichen Markt-
bedingungen, zum anderen auf die ertragsorientierte Zeich-
nungspolitik von HDI-Gerling zurückzuführen, aufgrund der
auch vorübergehende Marktanteilsverluste in Kauf genom-
men werden. Durch die gezielte Erhöhung des Selbstbehalts
konnten die Nettoprämien um 4,9 % auf 3.864 (3.683) Mio. €
gesteigert werden.

Aufgrund eines deutlich günstigeren Schadenverlaufs – ins-
besondere das Industriegeschäft verlief sehr erfreulich – ver-
besserte sich das versicherungstechnische Ergebnis spürbar
auf 135 (-39) Mio. €. Die Schaden-/ Kostenquote sank da-
durch bei leicht gestiegenen Aufwendungen für den Versi-
cherungsbetrieb deutlich auf 95,3 (100,0) %. Das Kapitalan-
lageergebnis reduzierte sich um 28,9 % auf 342 (481) Mio. €.
Hintergrund sind die Auswirkungen der Finanzmarktkrise,
die auch bei der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe er-
höhten Abschreibungsbedarf nach sich zog. Im EBIT konnte

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dieser Effekt jedoch mehr als ausgeglichen und eine Steige-
rung um 3% gegenüber dem Vorjahr auf 258 (247) Mio. €
erreicht werden.

„Wir fahren eine sehr konservative Kapitalanlagepolitik.
Deshalb sind wir 2008 ohne größere Blessuren durch die Fi-
nanzkrise gekommen“, erklärt dazu Dr. Christian Hinsch,
Vorstandsvorsitzender der HDI-Gerling Sach Serviceholding,
der Obergesellschaft der HDI-Gerling Sachversicherungs-
gruppe. „Diesen Vorteil wollen wir nutzen und die Chancen
der Krise als gesundes Unternehmen wahrnehmen. Dazu sind
wir nach dem rechtzeitigen Abschluss der Gerling-
Integration jetzt in der Lage.“

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Auch im Jahr 2008 war das Industrieversicherungsgeschäft
durch einen unverändert harten Wettbewerb gekennzeich-
net. Der Markt hatte in der Industrieversicherung – und zwar
ausnahmslos in allen Sparten – erneut rückläufige Prämien
zu verzeichnen. Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen
verlief die geschäftliche Entwicklung der HDI-Gerling Indust-
rie Versicherung AG sehr erfreulich.

Die Bruttobeitragseinnahmen der HDI-Gerling Industrie Ver-
sicherung AG lagen mit 2.486,2 (2.780,1) Mio. € zwar 8,9 %
unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang beruht aber aus-
schließlich auf der gruppeninternen Verlagerung von einigen
internationalen Einheiten mit einem Beitragsvolumen von
rund 300 Mio. € von der HDI-Gerling Industrie Versicherung
AG zur HDI-Gerling International Holding AG.

Im Vergleich zu 2007 zeigt das versicherungstechnische Er-
gebnis vor Schwankungsrückstellung eine sehr erfreuliche
Entwicklung: das Ergebnis stieg im Geschäftsjahr 2008 auf
79,7 (–62.9) Mio. €. Die Schaden-/ Kostenquote liegt bei un-
gewöhnlich niedrigen 90,1 %, obwohl auch 2008 noch integ-
rationsbedingt auf den ehemaligen Gerling-
Haftpflichtbestand Nachreservierungen vorgenommen wer-
den mussten. Das Ergebnis des allgemeinen Geschäfts be-
läuft sich auf 96,2 (149,2) Mio. €.

Im außerordentlichen Ergebnis zeigten sich noch Integrati-
onseffekte, namentlich Erträge aus der Veräußerung der Er-
neuerungsrechte an die lokale Gesellschaft in den Nieder-
landen sowie Aufwendungen aus Beratungsleistungen. Der
Steueraufwand entfällt im Wesentlichen auf die lokalen Er-
gebnisse der Auslandsniederlassungen. Auf Basis des beste-
henden Ergebnisabführungsvertrages wurde ein Gewinn in
Höhe von 150,1 (182,8) Mio. € an die HDI-Gerling Sach Servi-
ceholding AG abgeführt.

HDI-Gerling Firmen- und Privat Versicherung AG

Die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG war
2008 in ihrem Markt der Firmen- und gehobenen Privatversi-
cherung erneut einem harten Verdrängungswettbewerb

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ausgesetzt. Die einzelnen Versicherungssparten des Unter-
nehmens entwickelten sich dabei uneinheitlich.

In der privaten Kraftfahrzeugversicherung ist die Entwick-
lung trotz einer nahezu konstanten Durchschnittsprämie von
einem deutlichen Beitragsrückgang geprägt. Zudem schlug
sich der  Anstieg der Schadenquote in der Kaskoversicherung
negativ nieder. In den anderen Sparten des Privatkundenge-
schäfts gab es nur geringfügige Veränderungen in der Bei-
tragsentwicklung.

Im Schaden- und Haftpflichtbereich des Firmensegments
konnte der Bestand trotz des zunehmenden Wettbewerbs-
drucks durch neu in den Markt tretende Anbieter leicht aus-
gebaut werden. Insbesondere durch teilweise Umsatz ge-
bundene Policen konnten Beitragsrückgänge in diesem Seg-
ment vermieden werden.

Die Bruttobeitragseinnahmen der HDI-Gerling Firmen und
Privat Versicherung AG gingen vor diesem Hintergrund um
5,0% auf 761 (801) Mio. € zurück. Bei einem merklichen
Rückgang der Aufwendungen für Versicherungsfälle auf 445
(494) Mio. € konnten sowohl die Schaden- als auch die Kos-
tenquote jedoch reduziert werden, so dass sich eine Scha-
den-/ Kostenquote von 97,7 (106,3) % ergab.

Das versicherungstechnische Geschäft schloss nach Schwan-
kungsrückstellung insgesamt mit einem Verlust in Höhe von
5,6 (- 49,6) Mio. € ab und das operative Ergebnis verbesserte
sich erheblich von – 80 Mio. € auf 37 Mio. €. Aufgrund des
auf 23,4 (- 15,6) Mio. € deutlich verbesserten Ergebnisses des
allgemeinen Geschäftes und des verminderten Steuerauf-
wandes von 0,4 (5,4) Mio. € wurde unter Berücksichtigung
des Ausgleichs des Verlustvortrages aus früheren Jahren in
Höhe von 4,5 Mio. € an die HDI-Gerling Sach Serviceholding
AG ein Gewinn in Höhe von 12,9 Mio. € abgeführt. Im Vor-
jahr ergab sich eine Verlustübernahme der HDI-Gerling Sach
Serviceholding AG in Höhe von 70,7 Mio. €.

HDI Direkt Versicherung AG

Auch die HDI Direkt Versicherung AG war dem Verdrän-
gungswettbewerb im Privatkundengeschäft ausgesetzt.
Zwar konnte bei dem in den vergangenen Jahren zu ver-
zeichnenden Rückgang der Vertragsstückzahlen in der Kraft-
fahrtsparte eine Trendwende zum Positiven erreicht werden,
wobei dem Vertriebsweg Internet mit der Marke HDI24 ein
entscheidender Anteil zukommt. Dennoch waren die Bei-
tragseinnahmen leicht rückläufig, da das Preisniveau der HDI
Kfz-Tarife wie auch  das allgemeine Tarifniveau in der Kraft-
fahrzeugversicherung am Markt weiter zurückging.

Über alle Sparten verzeichnete die Gesellschaft im Geschäfts-
jahr 2008 einen leichten Rückgang der Bruttobeitragsein-
nahmen auf 582 (590) Mio. €. Bei von 406 Mio. € auf 358
Mio. € deutlich gesunkenen Aufwendungen für Versiche-
rungsfälle ergab sich für die HDI Direkt Versicherung AG eine
Schaden-/ Kostenquote von 97,2 (105,3) %.

HDI-Gerling Sach Serviceholding AG
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Vorsitzender des Aufsichtsrats: Herbert K. Haas
Vorstand: Dr. Christian Hinsch (Vorsitzender),
Dr. Wolfgang Breuer, Thomas Emmert,
Gerhard Heidbrink, Dr. Thomas Noth, Rainer Skowronek

Die Gesellschaft erzielte aus dem versicherungstechnischen
Geschäft vor Schwankungsrückstellung mit 12,6 (–25,8) Mio.
€ ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Ergebnis.
Auch im Berichtsjahr trugen Entnahmen aus den Schwan-
kungsrückstellungen mit 30,7 (73,8) Mio. € zu dem positiven
versicherungstechnischen Gesamtergebnis von 43,3 (47,9)
Mio. € bei. Das operative Ergebnis stieg von 13 Mio. € im
Jahr 2007 auf 41 Mio. € im Geschäftsjahr 2008 an.

Im allgemeinen Geschäft wurde mit 28,0 (38,7) Mio. € wieder
ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Nach der außerordent-
lichen hohen Gewinnabführung 2007 konnte auch 2008 mit
70,7 (108,6) Mio. € ein erfreulicher Gewinn an die HDI-
Gerling Sach Serviceholding AG abgeführt werden.

HDI-Gerling International Holding AG

Die HDI-Gerling International Holding AG ist zuständig für
die Steuerung der im Ausland angesiedelten, rechtlich selbst-
ständigen HDI-Gerling- und HDI Versicherungsgesellschaften
der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe.

Trotz der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnete
die HDI International Holding AG in den meisten ihrer Märk-
te im Geschäftsjahr 2008 ein Wachstum. Zudem konnte das
Bruttobeitragsvolumen durch Zukäufe in den Ziel- und
Wachstumsmärkten Chile und Ukraine in Höhe von 33,2 Mio.
€  erhöht werden. Mit einem Bruttobeitragsvolumen von
2.077,5 (1.716,6) Mio. € konnte die Gruppe im Geschäftsjahr
2008 erstmals die 2-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten.

Bei der Zeichnung von Neugeschäft achtete die HDI-Gerling
International Gruppe unverändert auf angemessene Profita-
bilität. Gleichwohl belasteten die Entwicklungen an den Fi-
nanzmärkten das operative Ergebnis. Im Geschäftsjahr 2008
beläuft sich das operative Ergebnis auf 44,4 (98,4) Mio. €.

Besonders erfolgreich ist die HDI Seguros S.A. in Brasilien, die
ihr Netzwerk stark ausgebaut hat und sich inzwischen als
führender Kfz-Versicherer in einigen Bundesstaaten unter
den drei ersten Anbietern platzieren konnte. Die Gesellschaft
versichert dort inzwischen über 900.000 Fahrzeuge. Ebenso
besonders erfolgreich war in den vergangenen Jahren in Hin-
blick auf Wachstum und Ertrag die österreichische HDI Versi-
cherung AG, welche im Jahr 2008 zum vierten Mal in Folge
als bester Kfz-Versicherer des Landes ausgezeichnet wurde.
Auch die polnische HDI Asekuracja wurde 2008 in nationalen
Kunden- und Vermittlerumfragen zum besten Scha-
den/Unfallversicherer in ihrem Sitzland gewählt.

Die Schadenquote netto liegt im Nicht-Leben-Bereich für das
Geschäftsjahr 2008 bei 68,0 %; die Schaden-/ Kostenquote
wird in Höhe von 99,2 % ausgewiesen. Infolge des beschrie-
benen Kapitalmarktumfelds verschlechterte sich das Kapital-
anlageergebnis auf 78,9 (87,2) Mio. EUR.  Diese Entwicklung
war in erster Linie auf die gestiegenen Wertminderungen
auf Kapitalanlagen zurückzuführen. Der aufgrund des Er-
gebnisabführungsvertrages an die HDI-Gerling Sach Service-
holding abgeführte Gewinn liegt bei 29,1 (28,2) Mio. €.

Ausblick

Unterstützt durch eine moderate Schadenentwicklung in den
Vorjahren hält im laufenden Jahr 2009 der unverändert in-
tensive Preiswettbewerb am deutschen Versicherungsmarkt
an.

Auswirkungen aus der weltweiten Finanzkrise werden in der
Versicherungstechnik in geringerem Umfang schon 2009,
aufgrund des zu erwartenden Rückgangs bei der Nachfrage
im privaten und gewerblichen Konsum sowie bei den Investi-
tionsgütern in verstärktem Maße ab dem Jahr 2010 spürbar
sein.

Die HDI International Holding AG tritt mit der Unterzeich-
nung einer Vereinbarung über den Kauf der Genworth Segu-
ros México, S.A. de C.V. zu Beginn des Geschäftsjahres 2009
in den mexikanischen Privatkunden-Markt ein und hat damit
einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen ihrer Wachs-
tumsstrategie auf dem lateinamerikanischen Versicherungs-
markt verwirklicht.

Die HDI-Gerling Sach-Versicherungsgruppe insgesamt rech-
net  für 2009 mit einem geringfügig niedrigeren Bei-
tragsaufkommen und wird  an ihrer Strategie einer ertrags-
orientierten Zeichnungspolitik festhalten.

(Anmerkung: Die in dieser Presseinformation dargestellten
Zahlenwerte basieren für die HDI-Gerling Sachversicherungs-
gruppe auf IFRS, für die Einzelgesellschaften und die HDI-
Gerling International Holding AG auf den nach HGB bzw.
den jeweiligen national gültigen Rechnungslegungsvor-
schriften.)

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