D.A.S. Verbraucherinformation ‚Sicher in die Freiheit auf zwei Rädern‘

Vorbereitung auf die Motorradsaison

Vogelgezwitscher und das Brummen von Motorrädern sind sichere Vorzeichen des Frühlings. Viele Zweiradbesitzer haben ein ab April gültiges Saisonkennzeichen und sparen so die Kosten für die Versicherung in den Wintermonaten. Doch gerade im Frühjahr sind viele Motorradfahrer noch ungeübt und im Straßenverkehr besonders stark gefährdet. Daher empfiehlt die D.A.S. Rechtsschutzversicherung eine praktische Auffrischung und eine Überprüfung des Zweirades. Und nicht zu vergessen: Rasen und andere Verkehrsübertretungen kosten seit 1. Februar 2009 laut Bußgeldkatalog richtig viel Geld.

Im Statistischen Jahrbuch 2008 des Statistischen Bundesamtes steht es Schwarz auf Weiß: 23,1 Prozent der durch einen Verkehrsunfall getöteten Männer (22,2 Prozent bei den Frauen) waren mit motorisierten Zweirädern unterwegs. Was beim Auto eine kleine Beule im Blech verursacht, ist beim Motorradfahrer schnell tödlich.

Praktische Auffrischung
Der Umstieg vom Auto auf das zweirädrige Motorrad im Frühjahr bedeutet für viele Saisonfahrer wieder eine Umstellung im Fahrverhalten. Deshalb empfiehlt sich vor der ersten Ausfahrt ein Sicherheitstraining zu machen oder auf einem öffentlichen Verkehrsübungsplatz das Gefühl für das Motorrad wieder aufzufrischen.

Rasen noch teurer
Bei sonnigem, warmen Wetter über die Landstrasse zu fahren, verführt viele Motorradfahrer zu überhöhten Geschwindigkeiten. „Seit 1. Februar 2009 gilt der neue Bußgeldkatalog und damit werden viele Verkehrsverstöße richtig teuer“, warnt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. „Bereits ab 21 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Landstrasse drohen ein Punkt und 70,- Euro (80,- Euro innerhalb geschlossener Ortschaften). Ist ein Motorradfahrer mit mehr als 40 km/h zu schnell auf der Strasse unterwegs, muss er mit einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.“

Formalitäten vor dem Start
Das so genannte Saisonkennzeichen bietet sich für Motorradfahrer an, die ihr Zweirad nicht ganzjährig fahren, sondern nur von Frühling bis Herbst. „Der Zeitraum für eine saisonale Zulassung beträgt zwei bis maximal elf Monate und wird in der Zulassungsbescheinigung I (Fahrzeugschein), in der Versicherungskarte und auf dem Kennzeichen vermerkt“, erläutert die D.A.S. Expertin. „Der Vorteil dabei ist, dass auch die Versicherungsbeiträge nur für die angemeldete Zeit anfallen. In den übrigen Monaten besteht dank der Ruheversicherung Beitragsfreiheit.“ Einmal bei der Zulassungsstelle beantragt, muss das Saisonkennzeichen nicht mehr ab- oder angemeldet werden, dasselbe gilt für die Versicherung. Die Saisonkennzeichen und Informationen über die erforderlichen Unterlagen erhält man bei der Zulassungsstelle beim Straßenverkehrsamt.

Umweltzonen in den Großstädten
In immer mehr Städten werden Umweltzonen eingerichtet. Innerhalb der gekennzeichneten Bereiche dürfen PKWs nur mit Feinstaubplakette fahren. Motorräder sind von diesen Fahrverboten ausgenommen. Ebenso wie Trikes (dreirädrige Krafträder) können sie auch weiterhin ohne Plakette durch die Umweltzonen fahren.

Versicherungspaket
Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist Pflicht für jedes motorisierte Fahrzeug. Sie garantiert eine Absicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die der Unfallverursacher verschuldet. Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung ist freiwillig. Schäden durch Diebstahl, Brand, Unwetter oder Wild deckt eine Teilkaskoversicherung ab, selbstverschuldete Schäden am eigenen Zweirad übernimmt die Vollkaskoversicherung. Für Besitzer von neuen oder besonders teuren Motorrädern ist eine Vollkaskoversicherung überlegenswert.
Weitere Informationen finden Sie unter www.das-rechtsportal.de

Kurzfassung:
Auf zwei Rädern in den Frühling
Tipps für eine sichere Motorradsaison

Pünktlich zum Frühlingsstart beginnt auch die Motorradsaison. Da Motorradfahrer im Straßenverkehr stark gefährdet sind, sollten vor der ersten Fahrt neben dem obligatorischen Check der Maschine auch überprüft werden, ob der Versicherungsvertrag nach wie vor einen ausreichenden Schutz gewährleistet. Neben der verpflichtenden Kfz-Haftpflichtversicherung kann eine Teil- oder Vollkaskoversicherung sinnvoll sein. Letztere empfiehlt sich vor allem bei neuen oder besonders teuren Motorrädern. Wird das Motorrad in den Wintermonaten ‚eingemottet’, ist ein Saisonkennzeichen sinnvoll, das für einen Zeitraum von zwei bis elf Monaten gewährt und im Fahrzeugschein, in der Versicherungskarte und auf dem Kennzeichen vermerkt wird. Um auch fahrtechnisch wieder fit für den ersten Ausflug zu sein, sollte vor der ersten Fahrt auf einem öffentlichen Verkehrsübungsplatz oder einer wenig befahrenen Straße geübt werden. Und nicht zu vergessen: Rasen und andere Verkehrsübertretungen kosten seit 1. Februar 2009 laut Bußgeldkatalog richtig viel Geld.

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