D.A.S. Verbraucherinformation ‚Hunde – des Menschen beste Freunde‘

Rechte und Pflichten von Hundehaltern

Ob als treuer Begleiter oder bester Freund der Kinder, aus der deutschen Familie ist der Hunde nicht wegzudenken. Was aber des Hundebesitzers Freud ist häufig der Nachbarn und Mütter kleiner Kinder sowie Passanten Leid. Sie reagieren genervt und verärgert auf verschmutzte Bürgersteige und ständiges Bellen. Und nicht nur kleine Kinder überfällt oft die blanke Angst, wenn Hunde unvermittelt auf sie zu rennen, das Herrchen aber nur mit einem milden „Der tut nichts!“ reagiert. Häufig enden diese Fälle vor Gericht. Dazu Anne Kronzucker, Rechtsexpertin bei der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz: „Ein Hundehalter ist immer für das Verhalten seines Tieres verantwortlich, auch wenn er dessen Fehlverhalten nicht verschuldet hat. Belästigt ein Hund andere Menschen durch Lärm, Verunreinigungen oder Aggressivität, drohen dem Hundehalter Geldstrafen.“

Freiheit für den Vierbeiner oder Leinenzwang?
Ob man seinen Hund anleinen muss, hängt von den jeweiligen kommunalen Verordnungen ab. Einen Anspruch, den Hund beispielsweise frei in Parkanlagen laufen zu lassen, gibt es nicht. Auch wenn kein genereller Leinenzwang besteht, kann die Polizei den Hundehalter verpflichten, den Vierbeiner an die Leine zu nehmen, wenn eine Gefährdung von ihm ausgeht. Denn wenn Herrchen seinen Hund auf dem Gehweg spazieren führt, gilt § 28 der Straßenverkehrsordnung. „Diese Vorschrift sieht vor, dass Tiere im Straßenverkehr nur dann zugelassen sind, wenn keine Gefährdung für den Verkehr von ihnen ausgeht“, erläutert die D.A.S. Juristin. Reißt sich beispielsweise ein angeleinter Hund am Bürgersteig los, läuft auf die Strasse und verursacht einen Unfall, so haftet der Hundebesitzer für den Schaden. Ein Urteil dazu liegt vom Landgericht Coburg vor (Az.: 22 O 283/07).

Nur ein kleines Häufchen…
„Wer die Hinterlassenschaften seines Hundes auf Gehwegen oder in Parkanlagen liegen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit“, warnt Kronzucker. „Es droht ein Bußgeld, dessen Höhe in kommunalen Satzungen festgelegt ist und schnell bis zu 100 Euro betragen kann.“ Vielerorts stellen die Kommunen Tüten für eine einfache und saubere Entsorgung bereit. Auf Spielplätzen ist das Verantwortungsgefühl der Hundehalter besonders gefragt, denn von Hundekot geht eine große Infektionsgefahr aus.

Hunde in Haus oder Wohnung
Was die Hundehaltung im Haus oder in der Wohnung betrifft, so gibt es weder bei Miet- noch Eigentumswohnungen eine generelle Vorschrift. Für Mieter sollte der Mietvertrag oder die eventuell beiliegende Hausordnung Auskunft geben, ob und auch wie viele Hunde in Haus oder Wohnung erlaubt sind. Ohne mietvertragliche Regelung entscheiden Gerichte je nach Größe der Wohnung und Situation im Einzelfall, ob ein Hund auch gegen den Willen des Vermieters oder der Nachbarschaft gehalten werden darf. Enthält der Mietvertrag einen so genannten Erlaubnisvorbehalt kann der Vermieter auch nachträglich verlangen, den Hund wieder abzuschaffen, wenn er sein Einverständnis nicht erteilt hat.

Oft fühlen sich Nachbarn durch ständiges Bellen gestört oder wenn der Hund wiederholt das Treppenhaus verschmutzt. Die Gründe müssen allerdings triftig sein, um gegen den Hundebesitzer vorzugehen.  „Wie oft, wie lange und wie laut ein Hund bellen darf, ist nicht gesetzlich geregelt und wird von Gericht zu Gericht unterschiedlich entschieden. Nicht hingenommen werden muss jedenfalls, wenn die Ursache ständigen Hundegebells eine nicht artgerechte Haltung des Tieres ist“, so die D.A.S.-Juristin. „Dann ist der Tierschutzverein der geeignete Ansprechpartner.“ Wohnungseigentümer finden in der Teilungserklärung oder den jeweiligen Beschlüssen der Eigentümerversammlung nähere Angaben zur Haustierhaltung im eigenen Heim.

Mobil mit Hund
Beim Autofahren heißt es auch für Hunde: Bitte anschnallen. Denn ein ungesicherter Hund im Auto ist nicht nur selbst gefährdet, sondern stellt im Falle eines Unfalles auch eine Gefahr für die Insassen dar. Hunde gelten im Sinne der Straßenverkehrsordnung als Ladung (§ 23 StVO) und müssen dementsprechend auch auf kurzen Strecken gesichert werden. Geeignete Gurte und Sicherungssysteme für Hunde aller Größen gibt es im Fachhandel. „Bei einem Verstoß droht ein Bußgeld von 35 Euro, kommt es zu einer Gefährdung, sind bis zu 50 Euro und eine Verwarnung fällig“, warnt Anne Kronzucker.

Versicherungsschutz auch für Vierbeiner
Generell gilt: Verursachen Hunde einen Schaden, so haftet der Besitzer, selbst wenn kein Verschulden seinerseits vorliegt. Daher ist es als Hundebesitzer ratsam eine Tierhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Kurzfassung:

Der Hund: Treuer Begleiter oder Nervensäge auf vier Pfoten?
Zur Rechtslage rund um den Hund

Hunde sind aus deutschen Familien nicht wegzudenken. Oft bereiten sie ihren Besitzern nicht nur Freude, sondern mitunter auch Ärger. „Der Hundehalter ist für das Verhalten seines Hundes verantwortlich, auch wenn er dessen Fehlverhalten nicht verschuldet hat. „Belästigt ein Hund andere Menschen durch Lärm, Verunreinigungen oder Aggressivität, drohen dem Hundehalter Geldstrafen“, so Anne Kronzucker, Rechtsexpertin bei der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Ob ein Hund an die Leine muss, hängt von den jeweiligen kommunalen Verordnungen ab. Wer den Dreck seines Hundes auf Gehwegen oder in Parkanlagen liegen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Es droht je nach Ort der Hinterlassenschaft ein Bußgeld, dessen Höhe von der Kommune festgelegt wird und schnell bis zu 100 Euro betragen kann. Ob man einen Hund in der Mietwohnung halten darf, hängt vom Mietvertrag ab.
Wie oft, wie lange und wie laut ein Hund bellen darf, ist nicht gesetzlich geregelt und wird von Gericht zu Gericht unterschiedlich entschieden.

Fest steht, wenn Hunde einen Schaden verursachen, haftet in jedem Fall der Hundehalter auch wenn ihm kein persönliches Verschulden nachzuweisen ist. Deshalb für Hundebesitzer ratsam auch für das eigene Tier eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Weitere Informationen zu rechtlichen Fragen erhalten Sie unter www.das-rechtsportal.de.

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