Erheblicher Anstieg der Ausgaben für Arzneimittel im Juli

KKH: Hohe Durchschnittspreise bei Originalpräparaten und steigende Rezeptzahl sind Hauptursache für ein Ausgabenplus von 9,3 Prozent

Im Juli 2008 stiegen die Ausgaben für Arzneimittel aus öffentlichen Apotheken bei der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) um 9,3 Prozent je Mitglied im Vergleich zum Juli 2007. Musste die KKH im Juli 2007 bereits 53 Millionen Euro für die Arzneimittel ihrer Versicherten aufbringen, so waren es jetzt nur ein Jahr später schon über 58 Millionen Euro. Auf das ganze Jahr 2008 bezogen kommen auf die gesetzliche Krankenversicherung Mehrausgaben von über zwei Milliarden Euro zu.

Die Hauptursache für diese dramatische Entwicklung sind die deutlich steigenden Durchschnittspreise für Arzneimittel. Die Politik muss der Preispolitik der Pharmaindustrie dringend Einhalt gebieten, denn so gerät das Kostengefüge des deutschen Gesundheitswesens völlig aus den Fugen, forderte der KKH-Vorstandsvorsitzende Ingo Kailuweit heute in Hannover. Ein erster wichtiger Schritt sei ein reduzierter Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel. Außerdem gelte es, die hohen Preise in verschiedenen Marktsegmenten  insbesondere bei Originalpräparaten deutlich zu reduzieren. Die Ausgaben für Arzneimittel und die um zehn Prozent steigenden Arzthonorare werden im kommenden Jahr im Zuge des Gesundheitsfonds zu einem Beitragssatzbedarf von über 15,5 Prozent führen, so Kailuweit weiter.

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) ist Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit rund zwei Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Mehr als 4.300 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt über vier Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH ist Hannover.

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