DAK-Gesundheitsreport Halbjahr 2008

1. Krankenstand steigt im ersten Halbjahr 2008 leicht

Psychische Krankheiten nehmen nicht weiter zu
Der Krankenstand der DAK-Versicherten stieg im ersten Halbjahr 2008 leicht
auf 3,23 Prozent. In den ersten sechs Monaten 2007 lag er bei 3,15 Prozent.
Trotz des geringen Anstiegs  liegt der Krankenstand weiterhin auf niedrigem
Niveau. Durchschnittlich fehlte ein Beschäftigter 5,89 Tage (Erstes
Halbjahr 2007: 5,70 Tage).Zwei von drei Arbeitnehmern waren von Januar bis Juni gar nicht krank. „Die Anforderungen an die Beschäftigten sind generell hoch. Daher ist es eine gute Botschaft, wenn die psychischen Krankheiten nicht weiter steigen und der Krankenstand insgesamt niedrig bleibt“, kommentiert DAK-Chef Herbert Rebscher die Ergebnisse. „Wir gehen davon aus, dass dies auch Ende 2008 so sein wird.“ Die DAK hat eine vollständige Analyse der Krankmeldungen ihrer 2,6 Millionen erwerbstätigen Versicherten im ersten halben Jahr vorgenommen.

An der Spitze lagen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit einem Anteil von 20,9 Prozent. Es folgen Atemwegserkrankungen mit 18,9 Prozent sowie Verletzungen mit 13,7 Prozent. An vierter Stelle liegen die psychischen Krankheiten. Sie haben im ersten Halbjahr 2008 mit 9,9 Prozent einen genau so großen Anteil am gesamten Krankenstand wie ein Jahr zuvor.

Auch 2008 bestanden Unterschiede zwischen den Bundesländern: In den westlichen Bundesländern (mit Berlin) beträgt der Krankenstand durchschnittlich 3,08 Prozent (2007: 3,02 Prozent). Im Osten lag er bei 3,92 Prozent (2007: 3,78 Prozent).

Die DAK hat näher untersucht, warum der Krankenstand in den neuen Ländern über dem in den alten Ländern liegt. Ergebnis: Ein Teil der beobachteten Differenz zwischen Ost und West geht darauf zurück, dass in den neuen Bundesländern Versicherte bei leichten Erkrankungen eher zum Arzt gehen und ihre Krankmeldung gewissenhafter bei der Krankenkasse einreichen. Außerdem gibt es in den neuen Ländern bei den DAK-Versicherten weniger Teilzeitkräfte, die generell ein niedriger Krankenstand kennzeichnet. Gewerbliche Arbeitnehmer, bei denen im Durchschnitt mehr Fehltage vorkommen, sind demgegenüber überrepräsentiert.

Die DAK gehört zu den größten bundesweiten Krankenkassen mit sechs Millionen Versicherten und einem Haushaltsvolumen von 14 Milliarden Euro.

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