D.A.S. Verbraucherinfo Winterfestes Fahrzeug

Winterreifen von Allerheiligen bis Ostern
Sicher fahren bei Nässe, Kälte und Schnee

Wenn die Temperatur auf dem Thermometer Anfang November deutlich sinkt, ist es Zeit, die Reifen zu wechseln. Nur Winterreifen bieten Autofahrern in dieser nass-kalten Jahres zeit den notwendigen Schutz. Viele wissen nicht, dass bereits bei einer Außentemperatur von 7 Grad Celsius ein sommerbereifter Wagen in den meisten Fällen schlechter bremst – egal ob auf nasser Straße, bei Eis oder Schnee.

Die Gummimischung der Reifen und die Profilgestaltung sind auf das Klima in der jeweiligen Jahreszeit ausgelegt. Ein Sommerreifen beginnt sich bei niedrigen Temperaturen zu verhärten – die Verzahnung des Reifens mit dem Fahrweg nimmt ab. Dies führt sowohl beim Bremsen, Anfahren und in den Kurven zu erheblichen Nachteilen gegen über den weicher gummierten Winterreifen. Winterreifen sind deshalb eine notwendige Sicherheitsvorkehrung. „Seit 01. Mai 2006 gilt die so genannte Winterreifenpflicht, die besagt, dass die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse angepasst sein muss“, erklärt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. „Sollte es plötzlich schneien und man ist mit Sommerreifen unterwegs, so ist die Ausrüstung nicht mehr den Wetterver hältnissen angepasst. Dies kann unter Umständen rechtliche Folgen haben. So drohen ein Bußgeld und eine Mithaftung bei einem Verkehrsunfall.“

Um sein Auto wintertauglich zu machen, muss man darüber hinaus die Kühlflüssigkeit, Batteriesäure und den Frostschutz überprüfen und seinen Wagen mit Handschuhen, Schneebesen und Eiskratzer bestücken. „Wer sich nach schneereicher Nacht morgens nur hektisch ein Guckloch frei kratzt, der riskiert nicht nur ein Bußgeld in Höhe von bis zu 35 Euro, sondern auch die eigene Sicherheit und die anderer“, so die D.A.S.- Expertin. Beim Freischaufeln und Enteisen des Wagens sind absolut tabu: heißes Wasser – die Scheiben können durch den Temperaturunterschied platzen – und das Warmlaufen lassen des Motors.

Im Verkehr sind insbesondere bei winterlichen Straßenverhältnissen und Minusgraden besondere Umsicht und angepasstes Fahrverhalten Pflicht. Man erwartet beispielsweise vom Autofahrer, dass er sogar, auch wenn er Vorfahrt hat, seine Fahrweise vorausschauend darauf einstellt, dass andere Verkehrsteilnehmer eventuell nicht mehr rechtzeitig zum Stehen kommen könnten. Der Hinweis, die Straße sei eben leider vereist gewesen, entlastet beim Verkehrsunfall keinen der Beteiligten: Im Winter muss jeder Verkehrs teilnehmer automatisch mit Schnee- und Eisglätte rechnen

Kurzfassung:

Machen Sie Ihr Auto schon jetzt fit für den Frost!
Mehr Sicherheit durch Winterreifen, Eiskratzer und viel Umsicht

Auch wenn die Herbstsonne noch strahlt – es ist nicht mehr weit bis zum ersten Nachtfrost. Und bereits bei Tagestemperaturen ab sieben Grad und weniger werden Sommerreifen
zum Risiko: Sie verlieren ihre Elastizität und damit den für Lenk- und Bremsverhalten so wichtigen Kraftschluss mit der Fahrbahn. „Seit 01. Mai 2006 gibt es die so genannte Winterreifen-Pflicht. Danach muss die Ausrüstung bei Kraftfahrzeugen den Wetter verhältnissen angepasst sein“, erklärt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin bei der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Wer sie missachtet, geht das Risiko ein, ein Bußgeld bezahlen zu müssen.
Wer seinen Wagen zwar winterfest gemacht hat, aus Zeitmangel aber morgens auf das gründliche Freikratzen der Scheiben verzichtet, gefährdet ebenfalls die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer – und riskiert gleichermaßen ein Bußgeld. Am besten fährt es sich bei Minusgraden und glatten Straßen noch immer mit viel Umsicht und reduzierter Geschwindigkeit. Eine zusätzliche Zeitreserve ist damit ebenfalls unverzichtbarer Bestandteil einer guten Winterausrüstung. Viele Unfälle und Pannen im Winter ließen sich mit weniger Hektik und Zeitdruck ganz einfach vermeiden.

Weitere Informationen zu rechtlichen Fragen erhalten Sie unter www.das-rechtsportal.de .

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