D.A.S. Verbrauchertipp EC-Karte – Verlust und Korruption

Mit der EC-Karte vorsichtig umgehen
Daten geheim halten und bei Verlust sofort sperren lassen

Unkompliziert Geld abheben und bargeldlos bezahlen: Mit der EC-Karte ist beides problemlos möglich, ruft aber auch Betrüger auf den Plan. Beim Abheben am Geld automaten kommt es immer wieder vor, dass Kriminelle mit raffinierter Technik die PIN-Nummer ausspionieren und sich alle wichtigen Daten der Karte kopieren. Deshalb sollte man möglichst Bankautomaten innerhalb überwachter Gebäude wählen und bei Eingabe der Geheimzahl die Tastatur mit der Hand abdecken. Mit nachgemachten Karten können Betrüger an ausländischen Automaten mit niedrigeren Sicherheitsstandards Konto abbuchungen vornehmen. Stellt man solche unerklärlichen Auslandsabhebungen fest, gilt es, sofort die Hausbank zu informieren. Wenn der Karteninhaber nachweisen
kann, dass er zu dem Zeitpunkt nicht am fraglichen Ort war, reagieren die Banken kulant und ersetzen den Schaden.
So glimpflich kommt man bei gestohlenen oder verlorenen EC-Karten nicht immer davon: „Wer bemerkt, dass seine Karte weg ist, sollte sie sofort sperren lassen und den Diebstahl bei der Polizei anzeigen“, rät Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. „Ab diesem Zeitpunkt muss der Karteninhaber nicht mehr haften, wenn Abhebungen und Zahlungen mit seiner Karte und PIN-Nummer getätigt werden – wohl aber für zuvor erfolgte Buchungen.“
Hintergrund ist die gerichtlich mehrfach bestätigte Vermutung, dass der Kontoinhaber Karte und Geheimzahl zusammen aufbewahrt und damit grob fahrlässig gehandelt haben muss. Eine Chance, diese Vermutung abzuwehren, besteht derzeit nur, wenn man unmittelbar vor dem Verlust noch mit der Karte bezahlt und die PIN Nummer –vor den Augen potentieller Entwender – eingegeben hat.
Zumindest für den Karteninhaber ist es vorteilhafter, wenn der Dieb mit der entwendeten EC-Karte und einer gefälschten Unterschrift im Geschäft bezahlt, ohne dass dort die Geheimnummer abgefragt wird. Bei solchen Lastschriftverfahren liegt das volle Risiko nämlich beim Händler, erklärt die D.A.S.-Expertin: „Prüft der Karteninhaber seine Kontoauszüge und stellt dabei eine ungerechtfertigte Lastschrift fest, kann er sich den abgebuchten Betrag innerhalb von sechs Wochen per Rücklastschrift kostenfrei zurückholen.“

Kurzfassung:

EC-Karte: Verlust kann teuer werden
Daten sorgfältig verwahren und im Notfall Karte sperren lassen

Wer eine EC-Karte nutzt, muss Karte und PIN-Nummer sicher und getrennt verwahren. Geht die Karte verloren, sollte man sie umgehend sperren lassen und Anzeige erstatten. Für nachfolgende Abhebungen und Zahlungen mit Karte und Geheimzahl haftet der Karteninhaber dann nicht. Wohl aber für bereits erfolgte Transaktionen, weil die Banken unterstellen, dass der Betrüger zusammen mit der Karte auch die PIN erbeutet hat, der Karteninhaber also fahrlässig mit dem – ansonsten sicheren – System umgegangen sein muss.
Anders liegt der Fall, wenn vom Entwender mit der verlorenen oder gestohlenen Karte ohne Abfrage der PIN-Nummer in einem Geschäft bezahlt wurde: Bei solchen Lastschriftverfahren trägt der Ladenbesitzer das volle Risiko und der rechtmäßige Karteninhaber kann sich den abgebuchten Betrag innerhalb von sechs Wochen per Rücklastschrift kostenfrei zurückholen. Entdeckt man auf seinem Kontoauszug unerklärliche Abbuchungen aus dem Ausland, haben Kriminelle die EC-Karte vermutlich heimlich kopiert und die PIN-Nummer ausspioniert: „Wer seine EC –Karte nicht verloren hat und nachweist, dass er zur Zeit der Abhebung oder Zahlung gar nicht am fraglichen Ort war, dem erstattet die Hausbank in der Regel die abgebuchte Summe“, erklärt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Um solchem EC-Datenklau vorzubeugen, sollte man bevorzugt Geldautomaten innerhalb von Gebäuden wählen und die Tastatur bei der Geheimzahleingabe mit der freien Hand abdecken.

Weitere Informationen zu rechtlichen Fragen erhalten Sie unter www.das-rechtsportal.de .

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