D.A.S. Verbrauchertipp Autounfall im Ausland

chnellere Hilfe für Geschädigte

Die Situation nach einem Verkehrsunfall im Ausland ist in vieler Hinsicht komplizierter als nach einem Unfall in Deutschland, denn es gilt das Recht des Landes, in dem der Unfall passiert. Hinzu kommen häufig mangelnde Sprachkenntnisse, fehlende Angaben zur Versicherung des Unfallgegners, keine Polizei am Unfallort.
Will man trotz auftretender Probleme zu seinem Recht kommen und eine adäquate Schadensregulierung erzielen, sollte man sich vor Antritt einer Auslandsreise ausführlich informieren. „Grundsätzlich gelten bei einem Unfall im Ausland ähnliche Verhaltens- und Sicherheitsregeln wie bei uns“, erklärt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin bei der D.A.S., Europas Nummer 1 im Rechtsschutz.

Aber in vielen Ländern gilt beispielsweise Warnwestenpflicht, das heißt, man darf den Unfallwagen nur mit Warnweste verlassen. Erfragen des Namens und der Anschrift des Fahrers oder Fahrzeughalters, Nationalitäts- und amtliches Kennzeichen, Haftpflicht versicherung, Versicherungsnummer sowie eventuell die Nummer der Grünen Karte ist unabdingbar.„In Ländern wie Frankreich und Italien stehen die Angaben zur Haftpflicht versicherung auf einer Plakette an der Windschutzscheibe“ merkt die Rechtsexpertin an. In osteuropäischen Ländern sollte man grundsätzlich die Polizei hinzuziehen, in anderen Ländern zumindest bei hohem Sachschaden, Verletzten oder wenn man sich nicht einigen kann. Unfallskizze, Fotos von der Unfallstelle und des Schadens sowie von Zeugen unterzeichnete Aussagen mit Anschrift sind in jedem Fall ratsam und hilfreich.

Laut EU Richtlinie werden Unfälle innerhalb der EU, Liechtenstein, Island und Norwegen seit einigen Jahren mithilfe der nationalen Auskunftsstelle, des Schadensregulierungs beauftragten und der Entschädigungsstelle einfacher und schneller reguliert. Ist man als Deutscher im Ausland in einen Unfall verwickelt, sollte man sich somit umgehend an die nationale Auskunftsstelle in Hamburg, den Zentralruf der Versicherer wenden. Dort werden die zuständige ausländische Versicherung des Unfallgegners und deren Regulierungs beauftragten ermittelt. Ein weiteres neues EU-Gesetz soll dafür sorgen, dass künftig Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld grenzüberschreitend geregelt werden. Zwar gilt nach wie vor das Recht des Reiselandes, in dem sich der Unfall ereignet, berücksichtigt werden müssen aber alle tatsächlichen Kosten, also beispielsweise auch die Behandlung in einer teureren Deutschen Klinik. Geht es um das schwierige Thema Schmerzensgeld sind die urteilenden Richter künftig gehalten, die Lebensumstände
des Betroffenen in seinem Heimatland ins Kalkül zu ziehen.

Kurzfassung:

Rasche Hilfe bei Unfall im Ausland
Erleichterungen bei der Schadensregulierung

Ein Autounfall im Ausland bringt zwangsläufig mehr Probleme mit sich als eine Karambolage im eigenen Land. Häufig ist die Schadensregulierung schwierig und langwierig und der Geschädigte muss sich mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung auseinander setzen. „Es gilt immer das Recht des Landes, in dem sich der Unfall ereignet und das bedeutet oft, dass weniger bezahlt wird als in Deutschland üblich“ erklärt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin und Juristin bei der D.A.S., Europas Nummer 1 im Rechts schutz. Um dem vorzubeugen gibt es seit etlichen Jahren ein EU Gesetz, die vierte Kraftfahrzeugrichtlinie, die die Schadensregulierung erheblich vereinfacht, wenn der Unfallgegner aus der EU, Liechtenstein, Norwegen oder Island kommt. Die nationale Auskunftsstelle, in Deutschland der Zentralruf der Autoversicherer in Hamburg, ermittelt bei Angabe des Kennzeichens des Unfallgegners welche Versicherung für den Unfallschaden aufkommen muss und wer der so genannte Regulierungsbeauftragte, sprich Ansprech partner, in Deutschland ist. „Auf diese Weise kann man seine Schadensersatzansprüche in deutscher Sprache geltend machen“ so die Rechtsexpertin. Eine weitere Erleichterung bringt ein EU Gesetz neuesten Datums, das zwar weiterhin die Gültigkeit des Landesrechts anerkennt, in dem der Schaden passiert. Aber es müssen alle tatsächlich anfallenden Kosten berücksichtigt werden, also auch beispielsweise die Behandlung in einem teuren deutschen Krankenhaus. Trotz all dieser Erleichterungen sollte man nach wie vor bei Auslandreisen mit dem Auto immer die Grüne Karte, einen Europäischen Unfallbericht und eine kleine Kamera für den schlimmsten Fall bereithalten.

Weitere Informationen zu rechtlichen Fragen erhalten Sie unter www.das-rechtsportal.de.

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