D.A.S. Verbrauchertipp SCHUFA

Die SCHUFA informiert über Zahlungsmoral im Geschäftsleben
Bürger können gespeicherte Daten einsehen und korrigieren lassen

Plant man eine größere Anschaffung per Ratenkauf, will einen Kredit aufnehmen, einen Handy- oder Leasingvertrag abschließen, wird man mit der SCHUFA, der Schutzge meinschaft für allgemeine Kreditsicherung konfrontiert. „Sinn und Zweck dieser Schutzgemeinschaft ist es, Kreditgeber und andere Dienstleister vor Kreditausfällen zu bewahren“ erklärt Regina Spieler, Rechtsexpertin und Juristin bei der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. „Darüber hinaus will die SCHUFA nach eigenen Angaben Verbraucher vor übermäßiger Überschuldung schützen.“ Die SCHUFA ist ein privat-rechtliches Unter-nehmen, das von der kreditgebenden Wirtschaft getragen wird. Banken, Händler und Leasinggesellschaften können sich bei der SCHUFA über die Zahlungsfähigkeit und –willig keit der Verbraucher informieren, allerdings nur für einen ganz konkreten Vertrag. Dort sind Informationen über ca. 62 Millionen Bürger gespeichert, das sind fast alle geschäfts fähigen Menschen in Deutschland. Diese Angaben beziehen sich neben Geburtsdatum und Anschrift ausschließlich auf Daten, die das Geschäftsleben betreffen. So werden aktuelle Kontoverbindungen und laufende Kredite ebenso festgehalten wie Anfragen von Versandhändlern, Banken und Mobilfunkanbietern.

Negativeinträge nach drei Jahren gelöscht
Normalerweise merkt man von der Bonitätsprüfung nichts, es sei denn man hat aufgrund von Negativmerkmalen, die in der Regel drei Jahre gespeichert werden, Probleme mit einem Vertragspartner und erhält deshalb beispielsweise keinen Handyvertrag. Allerdings sind laut SCHUFA 93 Prozent der gespeicherten Informationen ausschließlich positiv. Auslöser für einen Negativeintrag können geplatzte Kredite, unbestrittene angemahnte Forderungen sowie Insolvenzverfahren und Haftbefehle sein. Generell sind die ge-speicherten Informationen ausschließlich für SCHUFA-Vertragspartner zugänglich und zwar nur in dem Umfang, in dem sie von Relevanz für eine Vertragsentscheidung sind. „Um Vertragspartner der SCHUFA zu werden, muss ein Unternehmen zahlreiche Anforderungen erfüllen, wie beispielsweise den Nachweis erbringen, ein „berechtigtes Interesse im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes zu haben“, so die D.A.S. Juristin. Ebenfalls nach dem Bundesdatenschutzgesetz hat jede Person das Recht, Daten, die über sie bei der SCHUFA gespeichert sind, per Eigenauskunft online oder per Post gegen Zahlung von 7,60 Euro anzufordern. Die bundesweit 13 Geschäftsstellen der SCHUFA geben bei persönlichem Erscheinen und unter Vorlage gültiger Ausweispapiere kostenlos Auskunft. Sind die gespeicherten Daten fehlerhaft hat man einen Anspruch auf Berichtigung. Die falschen Daten müssen gelöscht bzw. gesperrt werden, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist.

Kurzfassung:

SCHUFA
Was sie speichert, wem sie Auskunft gibt

Ein neuer Arbeitsplatz bringt den Umzug in eine neue Stadt mit sich. Man benötigt einen Stromlieferanten, will ein neues Konto eröffnen und ist beiden Institutionen unbekannt. Beide ziehen bei der SCHUFA, der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, Auskunft über die Bonität des Antragstellers ein. Ist diese positiv, wird er als neuer Kunde akzeptiert. „Die SCHUFA speichert neben den persönlichen Daten wie Anschrift und Ge-burtsdatum Informationen, die eine Aussage über die Vertragstreue einer Person treffen, wie aktuelle Kontoverbindungen, laufende Kredite und Anfragen von Banken, Versand-händlern und Mobilfunkanbietern.“, so Regina Spieler, Rechtsexpertin und Juristin der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz.

Ausschließlich Vertragspartner der SCHUFA erhalten Zugang zu den gespeicherten Informationen, von denen 93 Prozent rein positiv sind. Die Daten von ca. 62 Millionen geschäftsfähigen bundesdeutschen Bürgern stammen von den ca. 5000 SCHUFA-Vertrags-partnern wie Banken, Energieversorgern, Telekom-Anbietern und Versand- und Handels-häusern. Leasingverträge und Kredite werden in den allermeisten Fällen nur nach positiver SCHUFA-Auskunft gewährt, wohingegen ein Vermieter nur eine Selbst-Auskunft des künftigen Mieters verlangen kann. Die SCHUFA-Auskunft erhält man auf Anfrage gegen Zahlung von 7,60 Euro online oder postalisch. „Wer den Weg zu einer der 13 SCHUFA-Geschäftsstellen nicht scheut, erhält dort unter Vorlage gültiger Ausweispapiere kostenlos seine Selbst-Auskunft“, weiß die D.A.S. Juristin. Gespeicherte Daten, die fehlerhaft sind, müssen gelöscht bzw. gesperrt werden, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist.

Weitere Informationen zu rechtlichen Fragen erhalten Sie unter www.das-rechtsportal.de.

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