Schäden durch Sturm „Kyrill“

Er heißt Kyrill und hinter dem harmlosen Namen verbirgt sich ein verheerender Sturm. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 180 km/h, also Windstärke 12, hat er Schneisen der Verwüstung hinterlassen. Dächer wurden abgedeckt und Autos von herabfallenden Ästen beschädigt oder gar begraben.

„Wenn bei einem Sturm ab Windstärke acht, also bei Windgeschwindigkeiten von mindestens 63 km/Stunde, ein umstürzender Baum oder ein herabfallender Ast das Auto ruiniert, dann handelt es sich um einen Sturmschaden und ist somit ein Fall für die Kasko-Versicherung, also Teilkasko- und Vollkaskoversicherung“ erklärt Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Das Nachsehen bei Sturmschäden am eigenen Auto hat dagegen, wer nur über die normale Auto-Haftpflichtversicherung versichert ist, denn die bezahlt diese Schäden nicht.

Es ist wichtig, die Versicherung so schnell wie möglich über den entstandenen Schaden zu informieren. Da die Versicherungen bei Sturmschäden oft einen Nachweis der Windstärke verlangen, empfiehlt es sich, in solchen Fällen die entsprechenden Tageszeitungen mit Sturmwarnungen und Berichterstattung aufzubewahren. Auch Windmessungen der Wetterämter können als Nachweis herangezogen werden.

Wird bei Stürmen von der Sorte Kyrill die eigene Immobilie in Mitleidenschaft gezogen, dann übernimmt die Wohngebäudeversicherung die Kosten für die Beseitigung der Schäden. Beschädigte Einrichtungsgegenstände sind dagegen über die Hausratversicherung abgedeckt. Für die entsprechende Schadensregulierung sind häufig die beschädigten Gegenstände als Nachweis beim Versicherer vonnöten, weshalb man sie erst nach Absprache vernichten sollte. Zerbeulte Autos, die von herumfliegenden Dachziegeln eines Hauses getroffen wurden, sind in stürmischen Zeiten an der Tagesordnung. „Für diese Schäden an fremden Autos haftet der Eigentümer des Hauses ebensowenig wie seine Versicherung“, so die D.A.S. Juristin. Hat er allerdings das Dach nicht ausreichend gewartet, ist er bzw. seine private Haftpflichtversicherung doch zur Kostenübernahme verpflichtet, was aber von Fall zu Fall geprüft wird.

In immer stürmischer werdenden Zeiten sollte man überlegen, ob man ausreichend versichert ist. Als Hauseigentümer ist eine Wohngebäudeversicherung wichtig. Autobesitzer sollten über eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung nachdenken. Eine private Haftpflichtversicherung sollte wirklich jeder haben und eine Hausratversicherung kann unter Umständen auch bei einem Sturm nützlich sein.“

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