Hörsysteme bleiben von erhöhter Mehrwertsteuer verschont – Gesetzliche Kassen erstatten weiterhin Festbeträge

Wer im neuen Jahr Hörsysteme erwerben möchte, muss dafür keine erhöhte Mehrwertsteuer zahlen. Darauf weist das Forum Besser Hören hin. Hörgeräte unterliegen auch weiterhin dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent, der im Zuge der Mehrwertsteuer-Reform unverändert geblieben ist.

Stabil bleiben auch die bundeseinheitlichen Festbeträge, die die gesetzlichen Krankenkassen für Hörsysteme erstatten. Demnach zahlen die Kassen weiterhin 421,28 Euro pro Hörgerät. Benötigt man zwei Geräte für eine beidohrige Versorgung, werden insgesamt 758,30 Euro erstattet. Voraussetzung für die Erstattung ist das Vorliegen einer fachärztlichen Verordnung.

„Bei der Anpassung von Hörgeräten müssen Patienten im neuen Jahr keine finanziellen Nachteile hinnehmen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsversorgung und kommt Millionen Menschen entgegen, die ihre Hörschwäche mit digitalen Hörsystemen ausgleichen“, sagt Raimund Ernst, Vorsitzender der Vereinigung der Hörgeräte Industrie (VHI).

In Deutschland leben etwa 20 Millionen Menschen mit ernsthaften Hörproblemen. Jährlich werden auf dem deutschen Markt etwa 800.000 Hörgeräte verkauft. Mehr als 90 Prozent davon sind digitale Hörsysteme, die über ausgefeilte Technologien für bestes Sprachverstehen und effiziente Lärmfilter verfügen. Die übliche Preisspanne liegt zwischen 400 Euro für digitale Basisgeräte und 2.500 Euro für Hörsysteme mir modernster Spitzentechnologie. Kompetente Beratung und individuelle Anpassung leisten mehr als 3.500 Fachgeschäfte für Hörakustik in Deutschland.

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