Bei Sturm und Feuer wird’s rasch teuer / Wohngebäudeversicherung bietet elementaren Schutz

Gegen Sturm, Blitz und Hagel ist man machtlos. Diese Naturgewalten lassen sich weder stoppen noch vermeiden. Ein Brand kann zwar gelöscht werden, aber häufig geschieht es zu spät und großer Schaden bis hin zum Totalschaden an Gebäuden ist die Folge. Ohnehin gehen Schäden am Haus rasch in ungeahnte Höhen, besonders beim Feuer. Wer dann ohne geeigneten Versicherungsschutz dasteht, auf den können enorme finanzielle Probleme zukommen. Gegen die unwägbaren und unvorhersehbaren Schäden am eigenen Haus schützt die Wohngebäudeversicherung. Sie gehört damit zu den wichtigsten Policen und darf nicht fehlen.

„In der Regel versichert sie drei Gefahrenquellen: Feuer, Sturm inklusive Hagel sowie Leitungswasser. Die Komponenten können auch einzeln oder in jeder beliebigen Form abgeschlossen werden. Feuer- und Sturmschäden sollten grundsätzlich versichert sein, während die Option Leitungswasser bei älteren Leitungswassernetzen Sinn macht. Zusätzlichen Schutz bietet eine Elementarschadenversicherung beispielsweise bei Erdrutsch, Lawine, Überschwemmung oder Erdbeben“, so AWD-Versicherungsexpertin Andrea Klapproth.

Schadensursache entscheidet. Bei der Wohngebäudeversicherung ist das Gebäude einschließlich sämtlicher mit diesem fest verbundenen Gegenstände versichert. Darunter fallen Zentralheizung, sanitäre Installationen ebenso wie fest verklebte Teppichböden oder Tapeten. Neben dem Wohnhaus können in die Police auch Nebengebäude und Garagen eingebunden werden. Voraussetzung ist, dass sie sich auf dem gleichen Grundstück befinden. Bewegliche Möbel und Wertgegenstände sind ausgenommen – hier springt die Hausratversicherung im Schadenfall ein. Ob die Wohngebäudeversicherung den entstandenen Schaden bezahlt, entscheidet die Ursache des Schadens.

Bei einem Brand erstattet der Versicherer, wenn sich das Feuer aus eigener Kraft ausbreiten kann. Nicht versichert sind Schäden, die durch Hitze entstehen oder Schäden an elektronischen Bauteilen durch Kurzschluss oder überhöhte Spannung im Stromnetz. Beim Blitzschlag ist der direkte Einschlag ins Gebäude versichert sowie Folgeschäden daraus. Auch im Fall eine vom Blitz getroffenen Baumes, der das Dach beschädigt, zahlt die Versicherungsgesellschaft. Hingegen wird ein Blitzeinschlag in das Stromnetz, das zur Überspannung und Schäden an elektronischen Bauteilen führt, nicht von allen Versicherern und von manchen nur gegen Aufpreis des Beitrags als Ursache akzeptiert.

Bei Sturmschäden ist mit Schadenersatz ab Windstärke acht zu rechnen. Bei Sturm- und Hagelschäden erstattet der Versicherer nur dann nicht, wenn Schäden durch nicht ordnungsgemäß geschlossene Fenster und Türen entstehen. Also beim Eindringen von Regen, Schnee und Schmutz, die das Gebäude in Mitleidenschaft ziehen. Prinzipiell gilt: Bei Schäden durch grobe Fahrlässigkeit besteht kein Versicherungsschutz. Wasserschäden durch Auslaufen von Wasserbehältern, die nicht mit dem Rohrsystem verbunden sind (Aquarium oder Wasserbett zum Beispiel), und Schäden durch natürliche Gewässer wie Überschwemmung können gegen Zuschlag eingeschlossen werden.

Beitragshöhe unterschiedlich. Beitragshöhe und Umfang der Policen sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. AWD empfiehlt einen genauen Vergleich und lediglich einen Vertrag zu unterschreiben, der die tatsächlich benötigten Bausteine enthält. Zusatzleistungen kosten meist extra und sind nicht immer angebracht. Ein Schutz gegen Lawinen und Schneedruck ist mit Sicherheit nicht in jeder Region Deutschlands angebracht. Die Wohngebäudeversicherung ist elementar wichtig, da das eigene Haus in der Regel den höchsten Vermögenswert darstellt.

Doch nicht nur das fertige Haus benötigt umfassenden Versicherungsschutz, bereits in der Bauphase ist darauf zu achten. Die so genannte Feuerrohbauversicherung sorgt für den passenden Schutz. Diese Police ist mindestens für ein Jahr beitragsfrei, wenn im Anschluss eine Wohngebäudeversicherung mit fünfjähriger Laufzeit abgeschlossen wird. Mit Einzug in das fertige Haus greift dann der vollständige Schutz der Wohngebäudeversicherung. Für Sturm- oder Leitungswasserschäden leistet nur die extra abgeschlossene Bauleistungsversicherung in der Bauphase.

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