Dreierfusion perfekt – Neue TAUNUS BKK startet mit Leistungsoffensive

Die letzten Hürden sind genommen: Der Verwaltungsrat der Betriebskrankenkasse (BKK) Hoechst hat mit den heutigen Beschlüssen zur Satzung die Dreierfusion mit der sancura BKK und der TAUNUS BKK perfekt gemacht. In der vergangenen Woche hatten bereits die Verwaltungsräte der Fusionspartner grünes Licht gegeben. Zum 01. Januar 2007 entsteht damit eine neue leistungsfähige Marktgröße, die über einer Million Versicherten zahlreiche Mehrwerte bietet.

Klare Leistungsvorteile und Zukunftssicherheit bilden die Kernmotive für den Zusammenschluss: Mit über 1.000.000 Versicherten und 40 Geschäftsstellen in ganz Deutschland ist die neue TAUNUS BKK bestens aufgestellt, um unter den durch die Gesundheitsreform veränderten Bedingungen erfolgreich zu sein. Dabei bringt jeder Fusionspartner seine besten Angebote ein, um ein weit gespanntes Leistungsspektrum zu formen, von dem alle Versicherten der neuen TAUNUS BKK profitieren werden.

„Wichtig ist, dass sich hier drei Kassen mit ganz eigenen Stärken zusammenschließen“, so Georg Zangl, Vorstand der BKK Hoechst. „Stärken, die sich perfekt zusammenfügen.“ Wichtig sei auch der ähnliche Hintergrund der Fusionspartner als Betriebskrankenkassen mit bedeutenden Trägerunternehmen. Diese gemeinsame Basis biete einen günstigen Ausgangspunkt für den Fortgang des Fusionsprozesses, so Zangl weiter.

Von Beginn an stellt sich die neue TAUNUS BKK den Herausforderungen der Gesundheitsreform und anderer, belastender Maßnahmen des Gesetzgebers: Der künftige Beitragssatz wurde dem entsprechend auf 13,8 Prozent erhöht.

Hintergrund für diese Entscheidung sind die enormen und außergewöhnlichen finanziellen Belastungen, die im kommenden Jahr auf die gesetzlichen Krankenkassen zukommen. Allein die Erhöhung des Risikostrukturausgleichs macht es rechnerisch notwendig, dass alle Kassen ihren Beitragssatz durchschnittlich um 0,7 Prozent erhöhen. Die TAUNUS BKK zahlt beispielsweise von den rund 2,5 Milliarden Euro Einnahmen allein rund 780 Millionen Euro, also fast ein Drittel ihrer Einnahmen, an andere Kassen.

Experten, wie der Chef des Bundesversicherungsamtes Rainer Daubenbüchel im Focus Nr. 46 2006, gehen davon aus, dass viele Kassen ihre Beitragssätze erhöhen müssen. „Kassen, die jetzt noch mit stabilen Sätzen werben, treiben ein gefährliches Spiel auf Kosten der Versicherten“, erklärt Udo Sennlaub, Vorstandsvorsitzender der TAUNUS BKK. „Durch ihre Mindereinnahmen bauen solche Anbieter einen Kostendruck bis zum Ende des Jahres 2007 auf, dem sie dauerhaft nicht standhalten können.“ Um der Schuldenfalle dann noch zu entgehen, müssen sie dann weit über Durchschnitt erhöhen. „Je später ein Beitragssatz erhöht wird, desto stärker muss er angehoben werden!“

Vor dem Hintergrund der Mehrbelastungen durch die Gesundheitsreform wie der Mehrwertsteueranhebung, der Kürzung der Zuwendungen aus der Tabaksteuer und der Verpflichtung zum Schuldenabbau bis Ende 2007 schafft die neue TAUNUS BKK mit ihrem künftigen Beitragssatz heute schon solide finanzielle Grundlagen. Zugleich trifft die Kasse eine wichtige Grundsatzentscheidung: Trotz spürbarer Mehrausgaben, die den gesetzlichen Krankenkassen auferlegt werden, wird die neue TAUNUS BKK allen Mitgliedern den vollen Leistungsumfang erhalten. Udo Sennlaub: „Verwaltungsrat und Gesamtvorstand der neuen TAUNUS BKK haben sich klar positioniert: Wir werden keine Leistungen kürzen und den Service weiter ausbauen. Das garantieren wir!“

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