Rückdeckungsversicherungen werden immer unattraktiver

Mit der Senkung des Garantiezinses von 2,75 auf 2,25 Prozent nimmt die Attraktivität von Rückdeckungsversicherungen weiter ab. Immer mehr Unternehmen finanzieren ihre Pensionszusagen mit einer Kombination von geschlossenen Beteiligungsmodellen und offenen Fonds. So stieg das Volumen bei MPC Capital im Bereich der betrieblichen Altersversorgung auf eine zweistellige Millionenhöhe. Für 2007 erwartet das Unternehmen einen weiteren Anstieg um bis zu 90 Prozent. BAV-Anleger setzten 2006 insbesondere auf Schiffsbeteiligungen und Produkte der Best Select-Reihe, gefolgt von Lebensversicherungsfonds und offenen Fonds.

Das Monopol der Lebensversicherer bei der Ausfinanzierung von Pensionszusagen wackelt. Der Garantiezins sinkt zum 1. Januar 2007 von 2,75 auf 2,25 Prozent, die Gesamtverzinsung bleibt voraussichtlich konstant. Da der Wertzuwachs einer Lebensversicherung im Betriebsvermögen jährlich der Körperschaft- und Gewerbesteuer unterliegt, ergeben sich kalkulatorische Nettorenditen, die bezogen auf den Garantiezins bei lediglich 1,35 Prozent pro Jahr und in Bezug auf die Gesamtverzinsung zwischen 2,5 und 3 Prozent p. a. liegen. „Angesichts bereits bestehender Versorgungslücken sind dies keine überzeugenden Argumente für den Abschluss weiterer Rückdeckungsversicherungen“, so bAV-Spezialist Thomas Carstensen von MPC Capital.

Die Ausfinanzierung der Pensionszusage über ein breit diversifiziertes Portfolio von Beteiligungen und Investmentfonds ist nicht nur in seiner steuerlichen Behandlung deutlich vorteilhafter. Der erwartete jährliche Vermögenszuwachs beispielsweise bei den Best Select-Fonds, die als Dachfonds in ein breit gestreutes Portfolio geschlossener Beteiligungen investieren, beträgt sechs Prozent nach Steuern. Denn die Ausschüttungen von Beteiligungen wie Schiffsbeteiligungen, geschlossene Immobilienfonds oder Private Equity-Dachfonds können in der Regel nahezu steuerfrei vereinnahmt werden.

Immer mehr Unternehmer erkennen die Attraktivität dieses Rückdeckungsmodells. Nachdem das bAV-Volumen im laufenden Jahr 2006 die 10 Millionen EUR-Schwelle überschritt, rechnet MPC Capital mit einer weiteren Steigerung von bis zu 90 Prozent in 2007. Die Verteilung der Umsätze von MPC Capital im Segment der betrieblichen Altersvorsorge zeigt die breite Streuung über die verschiedenen geschlossenen Fondssegmente in Kombination mit offenen Investmentfonds und strukturierten Kapitalanlageprodukten wie kapitalgarantierten Anleihen. Mit 35 Prozent bildeten Schiffsbeteiligungen den größten Teil der Umsätze bei der Rückdeckung von Pensionszusagen, gefolgt von den Fonds der Best Select-Reihe mit 26 Prozent. Lebensversicherungsfonds machten zwölf Prozent aus, offene Investmentfonds zehn Prozent, Private Equity-Fonds acht Prozent und strukturierte Produkte sieben Prozent. Den geringsten Anteil hatten Auslands-Immobilienfonds mit zwei Prozent.

Berechnungen der von MPC Capital entwickelten bAV-Software zeigen, dass Unternehmen, die zur Kapitalbildung auf eine breite Mischung von Beteiligungen und Investmentfonds setzen, den erforderlichen Liquiditätsaufwand nach Steuern um mehr als 60 Prozent reduzieren können.

MPC Capital bietet dabei Unternehmern und Beratern umfassende Unterstützung. Bestehende Pensionszusagen werden geprüft und gegebenenfalls saniert oder neu erstellt. Die Spezialisten von MPC Capital erstellen Finanzierungskonzepte und entwickeln individuelle Rückdeckungsstrategien. Finanzberatern stellt MPC Capital für die Analyse Checklisten und Gesprächsleitfäden zur Verfügung. Um Vertriebspartnern eine hochqualifizierte Beratung zu ermöglichen, werden Workshops veranstaltet. Steuerberater und Kunden werden bei Informationsveranstaltungen in das Thema eingeführt.

MPC Capital AG

Die im SDAX notierte MPC Capital AG, Deutschlands größtes Emissionshaus und Gesamtmarktführer bei geschlossenen Beteiligungsmodellen, entwickelt und vertreibt qualitativ hochwertige Kapitalanlageprodukte. Bereits 1996 hatte MPC Capital entschieden, seinen Kunden im Sinne der professionellen Vermögensstrukturierung eine breite Produktpalette alternativer Anlagemodelle anzubieten, und diese kontinuierlich auf- und ausgebaut.

Zu den Geschäftsfeldern zählen heute Schiffsbeteiligungen, Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds, Private Equity Fonds, Best Select Fonds, strukturierte Produkte und zudem offene Investmentfonds. Bis Ende September 2006 wurden insgesamt 247 Fonds aufgelegt. Das Gesamtemissionsvolumen beträgt ca. EUR 5,5 Milliarden, das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund EUR 13,9 Milliarden.

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